Christuskirche

 
Seit 1883 wurde in Ettenheim in einem Raum des Städtischen Gymnasiums Gottesdienst gefeiert. Im selben Jahr konstituierte sich auch die Diasporagesellschaft, die sich bald dem Ziel verschrieb, eine eigene Kirche zu bauen.
1897 wurde dazu auch ein Kirchbauverein ins Leben gerufen.
Im Jahr 1900 konnte diese Kirche schon gebaut werden – nach Plänen des Baurats Burkardt in Karlsruhe in neugothischem Stil.
Am 12. Mai 1901 wurde sie eingeweiht.
Die Chorfenster mit Darstellungen der vier Evangelisten und des Christushauptes wurden von evangelischen Schülern des Gymnasiums gestiftet.
1904 wurde in die Kirche eine Empore eingebaut – wohl im Blick auf eine künftige Orgel (die aber erst 1959 angeschafft wurde).
Im Nachhinein ist der Mut der kleinen evangelischen Gemeinde zu bewundern – bei Fertigstellung der Kirche gab es gerade einmal 143 Evangelische in Ettenheim und 43 in umliegenden Dörfern.


Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Gemeinde stark, so wurden auch andere Räumlichkeiten nötig.
1954 wurde an die Kirche ein kleiner Gemeindesaal angebaut, der zum Gottesdienst mitbenutzt werden konnte.

1959 wurde in die Kirche eine Steinmeyer-Orgel eingebaut. Aus Platzgründen wurde diese Orgel quasi unter das Dach über der Empore gehängt. Diese Konstruktion brachte allerdings technische Schwierigkeiten mit sich.

Durch starke Zuzüge in den 90er Jahren - besonders durch russlanddeutsche Aussiedler - wuchs die Gemeinde erneut.
1998/1999 wurde daraufhin der Gemeindesaal stark erweitert.
Den jetzigen Gemeindesaal kann man fast vollständig zum eigentlichen Gottesdienstraum dazuschalten, so dass die Kirche bei Festgottesdiensten 300 Besuchern Platz bietet.

2019 hat die Gemeinde 2450 Gemeindeglieder; der Anteil der Evangelischen in der Kernstadt liegt bei über 30 Prozent.