Weihnachten Zuhause - Heilig Abend

Gottesdienst zum 24. Dezember 2020

Lied: Oh du fröhliche – EG 44, 1-3
1. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren: Freue, freue dich, o Christenheit!
2. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Christ ist erschienen, uns zu versühnen: Freue, freue dich, o Christenheit!
3. O du fröhliche, o du selige, gnadenbringende Weihnachtszeit!
Himmlische Heere jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit!
Votum:
Diese Nacht ist eine besondere Nacht. Gott wird Mensch.
Er kommt uns nah und teilt mit uns das Leben.
Das feiern wir heute miteinander.
Das feiern wir im Namen Gottes,
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen
Lesung: Lukas 2, 1-7
Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Gedanke:
Ausgeliefert –
so müssen sich Maria und Josef gefühlt haben.
Hochschwanger den weiten Weg –
wie sie das wohl geschafft haben?
Aber so ein Kind, das verleiht ja auch Flügel. –
Vielleicht, vielleicht hat nicht nur Maria das Kind getragen,
sondern auch das Kind Maria.
Ja, so könnte es sein: das Kind trägt uns.
Lied: Lobt Gott ihr Christen – EG 1-4
1. Lobt Gott, ihr Christen alle gleich, in seinem höchsten Thron,
der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn, und schenkt uns seinen Sohn.
2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein,
er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein, in einem Krippelein.
3. Er äußert sich all seiner G'walt, wird niedrig und gering und nimmt an eines Knechts Gestalt,
der Schöpfer aller Ding, der Schöpfer aller Ding.
4. Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimmt er an
und gibt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran, die klare Gottheit dran.
Lesung: Lukas 2, 8-14
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Lied: Hört, der Engel helle Lieder – EG 54, 1-3
1. Hört, der Engel helle Lieder klingen das weite Feld entlang,
und die Berge hallen wider von des Himmels Lobgesang:
Gloria in excelsis Deo. Gloria in excelsis Deo.
2. Hirten, warum wird gesungen? Sagt mir doch eures Jubels Grund!
Welch ein Sieg ward denn errungen, den uns die Chöre machen kund?
Gloria in excelsis Deo. Gloria in excelsis Deo.
3. Sie verkünden uns mit Schalle, dass der Erlöser nun erschien,
dankbar singen sie heut alle an diesem Fest und grüßen ihn.
Gloria in excelsis Deo. Gloria in excelsis Deo.
Gedanke:
Friede auf Erden - alles wird gut!
Vielleicht ist von der Freude noch wenig zu spüren.
Vielleicht ist es noch ein wenig trüb,
ist die Angst noch zu groß, das Herz noch zu eng.
Der Friede wird kommen, sagen die Botschafter Gottes.
Lasst uns ihm entgegengehen.
Lesung: Lukas 2, 15-20
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.
Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
Lied: Ich steh an Deiner Krippen hier – EG 37, 1.3.4
1. Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut,
nimm alles hin und lass dir's wohlgefallen.
3. Ich lag in tiefster Todesnacht, du warest meine Sonne,
die Sonne, die mir zugebracht Licht, Leben, Freud und Wonne.
O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht',
wie schön sind deine Strahlen!
4. Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen;
und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen.
O dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!
Gedanke:
Wir sind aufeinander angewiesen.
Kinder auf die Sorge der Eltern.
Eltern auf die Lebensfreude der Kinder.
Ältere Menschen auf die Hilfe der Jungen.
Junge Menschen auf die Erfahrungen der Älteren.
Wir alle darauf, dass uns immer wieder jemand etwas zusagt,
Etwas, das ins Herz trifft
und uns hilft weiterzugehen.
Gebet und Vaterunser
Vor Dich, Gott, kommen wir mit all unseren Sorgen und Hoffnungen.
Vor Dich kommen wir mit unserer Freude und unserer Angst.
Vor Dich kommen wir mit unserer Hilflosigkeit
und aller überschüssiger Energie.
Alles legen wir in Deine Hand, Gott, und bitten dich:
mach uns frei zum Leben auch in allen Grenzen,
die uns gesetzt sind.
Wir denken an all die Menschen, die uns heute fehlen,
an die, die heute arbeiten, an die, die heute leiden -
Lass auch sie spüren: Du bist da.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Segen:
Der Herr, segne uns und behüte uns,
Der Herr, lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Der Herr, hebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Lied: Stille Nacht – EG 46, 1-3
1. Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft, einsam wacht
nur das traute, hochheilige Paar. Holder Knabe im lockigen Haar,
schlaf in himmlischer Ruh, schlaf in himmlischer Ruh.
2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst kundgemacht,
durch der Engel Halleluja tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter, ist da, Christ, der Retter, ist da!
3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund, da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt, Christ, in deiner Geburt.
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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