Votum:
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen
Psalm: Psalm 96 – WW 945
Singet dem HERRN ein neues Lied; *
singet dem HERRN, alle Welt!
singet dem HERRN, alle Welt!
Singet dem HERRN und lobet seinen Namen, *
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
verkündet von Tag zu Tag sein Heil!
Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, *
unter allen Völkern von seinen Wundern!
unter allen Völkern von seinen Wundern!
Ihr Völker, bringet dar dem HERRN, *
bringet dar dem HERRN Ehre und Macht!
bringet dar dem HERRN Ehre und Macht!
Bringet dar dem HERRN die Ehre seines Namens, *
bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!
bringet Geschenke und kommt in seine Vorhöfe!
Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; *
es fürchte ihn alle Welt!
es fürchte ihn alle Welt!
Sagt unter den Heiden: Der HERR ist König. /
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. *
Er richtet die Völker recht.
Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. *
Er richtet die Völker recht.
Der Himmel freue sich, und die Erde sei fröhlich, *
das Meer brause und was darinnen ist;
das Meer brause und was darinnen ist;
das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist; *
jauchzen sollen alle Bäume im Walde
jauchzen sollen alle Bäume im Walde
vor dem HERRN; denn er kommt, *
denn er kommt, zu richten das Erdreich.
denn er kommt, zu richten das Erdreich.
Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit *
und die Völker mit seiner Wahrheit.
und die Völker mit seiner Wahrheit.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Ein mächtiges Lied singen die Engel auf den Feldern vor Bethlehem.
Unseres ist eher schwach, Gott.
Kerzen auf vergänglichen Zweigen, Geschenke unterm Baum,
ein freundliches Wort mehr als sonst.
Du wirst verstehen: Das ist nur ein Anfang.
Wir üben noch.
Amen
Unseres ist eher schwach, Gott.
Kerzen auf vergänglichen Zweigen, Geschenke unterm Baum,
ein freundliches Wort mehr als sonst.
Du wirst verstehen: Das ist nur ein Anfang.
Wir üben noch.
Amen
Lied: Herbei, O Ihr Gläub‘gen – 45, 1.2.(3).4
1. Herbei, o ihr Gläub'gen, fröhlich triumphieret,
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
o kommet, o kommet nach Bethlehem!
Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
2. Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen,
verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,
Gott, wahrer Gott von Ewigkeit geboren.
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß,
Gott, wahrer Gott von Ewigkeit geboren.
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
4. Ja, dir, der du heute Mensch für uns geboren,
Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,
dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
Herr Jesu, sei Ehre und Preis und Ruhm,
dir, fleischgewordnes Wort des ewgen Vaters!
O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
Lesung des Predigttextes: Jesaja 52, 7-10
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und jubeln miteinander; denn sie werden's mit ihren Augen sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
„Hier lässt es sich leben!“ - Das ist die frohe Botschaft des alten Propheten Jesaja damals wie heute.
Damals wie heute haben viele einen anderen Eindruck.
Damals lag Jerusalem in Trümmern – kein Glanz des Königspalastes, kein Tempel, in dem Gott Zuhause ist. Gott war für sie weit weg.
Damals lag Jerusalem in Trümmern – kein Glanz des Königspalastes, kein Tempel, in dem Gott Zuhause ist. Gott war für sie weit weg.
Auch wir blicken auf viele Trümmer.
Großbritannien verlässt die EU. Familien sind am Rand ihrer Kräfte. Menschen sterben einsam. Die einen können vor Arbeit nicht mehr aus den Augen schauen. Andere bangen um ihre Existenz oder gar um ihr Leben. Angst begleitet den Alltag so vieler Menschen.
Großbritannien verlässt die EU. Familien sind am Rand ihrer Kräfte. Menschen sterben einsam. Die einen können vor Arbeit nicht mehr aus den Augen schauen. Andere bangen um ihre Existenz oder gar um ihr Leben. Angst begleitet den Alltag so vieler Menschen.
„Hier lässt es sich leben!“, ruft da der Prophet Jesaja mitten hinein. Haltet Ausschau nach dem Freudenboten, nach Menschen, die Frieden verkündigen, Gutes predigen, Hilfe verkündigen.
Damals wie heute gab und gibt es Wächter die Ausschau halten.
Damals wie heute gab und gibt es Wächter die Ausschau halten.
Damals wie heute ist es wichtig, die Lage zu sondieren.
Damals standen Sie auf den Mauern der Stadt und blickten ins Umland, denn es war wichtig zu wissen, wer kommt: Feinde, Freunde, Händler, Krieger ...?
Heute schauen wir, wie sich alles entwickelt: unsere Wirtschaftslage, die Börsenkurse, das Wetter, die Bildung, der Arbeitsmarkt, unsere Kinder, die Infektionszahlen.
Da gibt es viele gute und sinnvolle Instrumente. Doch eigenartig ist schon, dass Studien mit bunten Bilder und schönen Kurven gerne gehört werden. Freudenbotschaften aber haben es schwer.
Schwangere können nicht mehr einfach nur „Guter Hoffnung“ sein. Voruntersuchungen und Kennzahlen bestimmen diese Zeit.
Wir überlegen nicht mehr, was in unserer aktuellen Situation sinnvoll und gut ist und was nicht, sondern lassen uns lähmen von all den Zahlenkolonnen, die wir täglich in den Medien vernehmen.
„Hier lässt es sich leben!“, ruft der Prophet Jesaja mitten in diese Situation hinein. Haltet Ausschau nach dem Freudenboten, nach denen, die Frieden verkündigen, Gutes predigen, Hilfe verkündigen.
Bestimmt haben damals einige gerufen: Was für ein Humbug! Wie soll aus diesen Trümmern hier etwas werden!
Was für ein Humbug! Rufen auch heute viele und sorgen sich ausschließlich um ihren Körper und nicht auch um ihre Seele.
Der Prophet antwortet: Seid fröhlich und rühmt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der Herr hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst.
Ich höre: Es braucht nicht nur pure Fakten, nackte Zahlen und Durchhalteparolen, sondern auch Trost und Befreiung zum Leben.
„Hier lässt es sich leben!“ ruft der Prophet.
Siedelt Euch an, baut die Häuser auf, baut den Tempel auf.
Setzt Kinder in die Welt, lebt, gestaltet diese Welt mit, haltet zueinander Kontakt, sorgt auch für Eure Seelen, stärkt dafür Euer Miteinander – auch auf Abstand.
Warum sollen wir das tun? - Fragen viele.
Jesaja sagt: Weil es sich so hier leben lässt, denn: Gott kommt.
Damals hieß das: Der Tempel wird wieder aufgebaut – Gott wird wieder ein Zuhause mitten unter uns haben.
Heute am Christfest heißt das: Gott selbst wird Mensch – und was für einer! Einer, der die Trümmer in unserem Leben sieht, der Menschen tröstet und ermutigt. Einer, der hilft, wieder aufzustehen und das Leben zu suchen. Ein Freudenbote eben, der Frieden verkündigt, Gutes predigt und Menschen hilft.
Seine Freunde hat er ermutigt, in seine Fußstapfen zu treten, denn dann lässt es sich hier sicherlich leben!
Amen
Amen
Lied: Jauchzet, ihr Himmel – EG 41, 1.(2).3-4
1. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket, ihr Engel, in Chören,
singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren!
Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah
zu den Verlornen sich kehren.
singet dem Herren, dem Heiland der Menschen, zu Ehren!
Sehet doch da: Gott will so freundlich und nah
zu den Verlornen sich kehren.
3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget;
sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!
Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd;
alles anbetet und schweiget.
sehet die Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget!
Gott wird ein Kind, träget und hebet die Sünd;
alles anbetet und schweiget.
4. Gott ist im Fleische: wer kann dies Geheimnis verstehen?
Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,
die ihr zum Vater wollt gehen.
Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen.
Gehet hinein, eins mit dem Kinde zu sein,
die ihr zum Vater wollt gehen.
Fürbitten und Vaterunser:
Komm in mein Leben, Gott. Mache es licht in dieser Welt.
Tröste da, wo Trauer ist.
Ermutige da, wo Angst ist.
Heile da, wo Schmerz ist.
Komm in mein Leben, Gott. Lass es in mir klingen.
Lass mich Deine Liebe verkündigen.
Lass mich singen von Deiner Herrlichkeit.
Lass mich tanzen zu Deiner Freude.
Komm in mein Leben, Gott.
Lass mich Dein Geheimnis des Lebens erfahren.
Dass ich den Menschen in meinem Gegenüber sehe.
Dass ich helfe, wo es nötig ist.
Dass ich Frieden übe, wo immer ich kann.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
Tröste da, wo Trauer ist.
Ermutige da, wo Angst ist.
Heile da, wo Schmerz ist.
Komm in mein Leben, Gott. Lass es in mir klingen.
Lass mich Deine Liebe verkündigen.
Lass mich singen von Deiner Herrlichkeit.
Lass mich tanzen zu Deiner Freude.
Komm in mein Leben, Gott.
Lass mich Dein Geheimnis des Lebens erfahren.
Dass ich den Menschen in meinem Gegenüber sehe.
Dass ich helfe, wo es nötig ist.
Dass ich Frieden übe, wo immer ich kann.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Es wird nicht immer dunkel sein – WW 38, (1.2)3-4
3. Da wo die tiefsten Schatten sind, lässt Gottes Licht sich sehn.
Noch ist es klein – so wie das Kind, vor dem die Hirten stehn.
Sie haben nichts als nur verzagte Herzen mitgebracht.
Aber Gott hat den Himmel aufgemacht in der Nacht.
Gott hat heute seinen Himmel aufgemacht.
Noch ist es klein – so wie das Kind, vor dem die Hirten stehn.
Sie haben nichts als nur verzagte Herzen mitgebracht.
Aber Gott hat den Himmel aufgemacht in der Nacht.
Gott hat heute seinen Himmel aufgemacht.
4. Es wird nicht immer dunkel sein, hat uns das Kind gezeigt,
auch wenn bis heut die Finsternis vor unsern Augen steigt.
Doch wer das Licht bei Jesus sucht noch in der tiefsten Nacht,
der hat sich schon zum Himmel aufgemacht,
hat bei Nacht sich auf Erden schon zum Himmel aufgemacht.
auch wenn bis heut die Finsternis vor unsern Augen steigt.
Doch wer das Licht bei Jesus sucht noch in der tiefsten Nacht,
der hat sich schon zum Himmel aufgemacht,
hat bei Nacht sich auf Erden schon zum Himmel aufgemacht.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.
Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.
Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Zum Ausdrucken und Weitergeben:
Gottesdienste vergangener Sonntage finden Sie im Archiv.
