Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 119 - WW 959.2
HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht; *
deine Wahrheit währet für und für.
Du hast die Erde fest gegründet, *
und sie bleibt stehen.
Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute; *
denn es muss dir alles dienen.
Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, *
so wäre ich vergangen in meinem Elend.
Dein Wort ist meinem Munde *
süßer als Honig.
Dein Wort macht mich klug; *
darum hasse ich alle falschen Wege.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte *
und ein Licht auf meinem Wege.
Erhalte mich nach deinem Wort, dass ich lebe, *
und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit
Amen
deine Wahrheit währet für und für.
Du hast die Erde fest gegründet, *
und sie bleibt stehen.
Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute; *
denn es muss dir alles dienen.
Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, *
so wäre ich vergangen in meinem Elend.
Dein Wort ist meinem Munde *
süßer als Honig.
Dein Wort macht mich klug; *
darum hasse ich alle falschen Wege.
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte *
und ein Licht auf meinem Wege.
Erhalte mich nach deinem Wort, dass ich lebe, *
und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit
Amen
Gebet:
Ich brauche etwas zum Festhalten, Gott.
Einen, der mich festhält,
in all meinen Zweifeln, in aller Sorge, in aller Ungewissheit.
Dass Du da bist, tröstet mich,
dass ich zu Dir kommen darf, hilft mir auf,
dass dein Wort feststeht, gibt mir Zuversicht.
Ich bitte dich: Leuchte mir mit Deinem Wort.
Berühre mein Herz, mache mich lebendig
und gibt mir Kraft, mich für diese Welt einzusetzen.
Amen
Einen, der mich festhält,
in all meinen Zweifeln, in aller Sorge, in aller Ungewissheit.
Dass Du da bist, tröstet mich,
dass ich zu Dir kommen darf, hilft mir auf,
dass dein Wort feststeht, gibt mir Zuversicht.
Ich bitte dich: Leuchte mir mit Deinem Wort.
Berühre mein Herz, mache mich lebendig
und gibt mir Kraft, mich für diese Welt einzusetzen.
Amen
Lied: Wort, das die Seele speist – WW 222, 1-3
1. Wort, das die Seele speist, in uns wirkt Gottes Geist lebendig,
kräftig und schärfer. Wort, das die Richtung weist,
in uns wirkt Gottes Geist lebendig, kräftig und schärfer!
2. Lied, das von Hoffnung singt, weil es uns Frieden bringt:
lebendig, kräftig und schärfer. Lied, das von Liebe schwingt,
weil es uns Frieden bringt: lebendig, kräftig und schärfer.
3. Lied, das die Herzen kennt und in uns allen brennt:
lebendig, kräftig und schärfer. Ruf, der beim Namen nennt
und in uns allen brennt: lebendig, kräftig und schärfer.
kräftig und schärfer. Wort, das die Richtung weist,
in uns wirkt Gottes Geist lebendig, kräftig und schärfer!
2. Lied, das von Hoffnung singt, weil es uns Frieden bringt:
lebendig, kräftig und schärfer. Lied, das von Liebe schwingt,
weil es uns Frieden bringt: lebendig, kräftig und schärfer.
3. Lied, das die Herzen kennt und in uns allen brennt:
lebendig, kräftig und schärfer. Ruf, der beim Namen nennt
und in uns allen brennt: lebendig, kräftig und schärfer.
Lesung des Predigttextes: Hebr 4, 12f
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, vor dem wir uns Verantworten müssen.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Eine 15jährige verpatzt ihre Eislaufkür bei Olympia. Keiner nimmt sie danach in den Arm. Niemand findet tröstende Worte. Stattdessen hagelt es Vorwürfe. „Warum hast Du aufgegeben!“, soll die Trainerin gefragt haben. Empörung macht sich weltweit breit.
Mir scheint, wir haben ein eigenwilliges Verhältnis zu Worten entwickelt. Einerseits wissen wir sehr wohl, dass Worte eine Wirkung haben. Deshalb suchen wir immer wieder nach Begriffen, die andere Menschen nicht herabsetzen, aber doch das beschreiben, was sie miteinander verbindet: Menschen mit Beeinträchigungen, Geflüchtete, Weiße, ... . Andererseits nutzen wir die Wirkung von Worten für unsere Interessen. Werbesolgans bringen uns dazu, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen. Motivationstrainer wollen, dass wir das Beste aus uns heraus holen. Kritik darf nur so geäußert werden, dass man nicht merkt, dass es Kritik ist.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Die Bibel erzählt gleich am Anfang: Gott hat die Welt mit seinem Wort erschaffen – mehr war nicht nötig, um Licht und Dunkelheit, Himmel und Erde, Land und Meer voneinander zu trennen. Im Lauf der Geschichte wird immer wieder erzählt, wie Gott Menschen anspricht, sie beim Namen ruft: Abraham, Mose, Samuel, …
Uns hat er in der Taufe beim Namen gerufen. So gehören wir zur Gemeinschaft derer, die sich von Gott angesprochen fühlen und sein Wort weiter tragen.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Es ist klar und ehrlich, macht Mut und stärkt – angenehm ist das nicht immer.
Es kann durch Mark und Bein gehen, wenn ich merke: Da habe ich mir’s bequemen gemacht. Da habe ich nicht wirklich hingeschaut, mich von wohlfeilen Worten gerne täuschen lassen – wirklich weiter gekommen sind wir so allerdings nicht.
Es kann auch sein, dass ich mich ganz schön nackt fühle, wenn ich feststelle: Da habe ich einen Fehler gemacht. Ich muss mich verantworten, zu meinem Fehler stehen und andere Wege suchen.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer.
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Doch in einer Welt der Werbung und des Motivationstrainings wirkt es sperrig, manchmal vielleicht sogar brutal. Dabei wirbt auch Gott. Doch er wirbt nicht für sein Produkt, sondern um uns. Wir sollen leben – nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern in einer Welt, in der Menschen bewusst ist: Leben ist begrenzt. Leben ist ein Geschenk – nicht nur an mich, sondern auch an die Welt um mich herum. Wir brauchen einander, um zu leben. Gott motiviert auch. Dabei ist es nicht sein Ziel, dass wir das Äußerste aus uns herausholen. Er führt uns jedoch durchaus an unsere Grenzen und motiviert uns, genau hinzuschauen, ob diese Grenze da an der richtigen Stelle ist, oder ob sie vielleicht erweitert werden kann. Er motiviert uns, wahrzunehmen, was dem Leben dient und was Leben verhindert.
Was der jungen Eiskunstläuferin Kamila Valieva passiert ist, finde ich brutal. Doch es berührt mich auch seltsam, dass wir uns so darüber aufregen, dass sie nach ihrer verpatzten Kür keine guten Worte gehört habe. Was ist wohl in den vergangenen Jahren schon alles zu ihr gesagt worden, dass sie sich überhaupt auf diese ganze Tortour eingelassen hat? - Waren das wirklich Worte, die dem Leben dieses Kindes gedient haben, oder war es nur das Eigeninteresse von ehrgeizigen Eltern, Trainern und Politikern? Und sind die aktuellen Reaktionen wirklich Worte, die dem Leben dienen? Der Hebräerbrief erinnert uns daran: Habt bei dem, was ihr sagt, das Leben im Blick.
Amen
Mir scheint, wir haben ein eigenwilliges Verhältnis zu Worten entwickelt. Einerseits wissen wir sehr wohl, dass Worte eine Wirkung haben. Deshalb suchen wir immer wieder nach Begriffen, die andere Menschen nicht herabsetzen, aber doch das beschreiben, was sie miteinander verbindet: Menschen mit Beeinträchigungen, Geflüchtete, Weiße, ... . Andererseits nutzen wir die Wirkung von Worten für unsere Interessen. Werbesolgans bringen uns dazu, Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen. Motivationstrainer wollen, dass wir das Beste aus uns heraus holen. Kritik darf nur so geäußert werden, dass man nicht merkt, dass es Kritik ist.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Die Bibel erzählt gleich am Anfang: Gott hat die Welt mit seinem Wort erschaffen – mehr war nicht nötig, um Licht und Dunkelheit, Himmel und Erde, Land und Meer voneinander zu trennen. Im Lauf der Geschichte wird immer wieder erzählt, wie Gott Menschen anspricht, sie beim Namen ruft: Abraham, Mose, Samuel, …
Uns hat er in der Taufe beim Namen gerufen. So gehören wir zur Gemeinschaft derer, die sich von Gott angesprochen fühlen und sein Wort weiter tragen.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Es ist klar und ehrlich, macht Mut und stärkt – angenehm ist das nicht immer.
Es kann durch Mark und Bein gehen, wenn ich merke: Da habe ich mir’s bequemen gemacht. Da habe ich nicht wirklich hingeschaut, mich von wohlfeilen Worten gerne täuschen lassen – wirklich weiter gekommen sind wir so allerdings nicht.
Es kann auch sein, dass ich mich ganz schön nackt fühle, wenn ich feststelle: Da habe ich einen Fehler gemacht. Ich muss mich verantworten, zu meinem Fehler stehen und andere Wege suchen.
Das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer.
Gottes Wort hat das Leben im Blick. Doch in einer Welt der Werbung und des Motivationstrainings wirkt es sperrig, manchmal vielleicht sogar brutal. Dabei wirbt auch Gott. Doch er wirbt nicht für sein Produkt, sondern um uns. Wir sollen leben – nicht im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern in einer Welt, in der Menschen bewusst ist: Leben ist begrenzt. Leben ist ein Geschenk – nicht nur an mich, sondern auch an die Welt um mich herum. Wir brauchen einander, um zu leben. Gott motiviert auch. Dabei ist es nicht sein Ziel, dass wir das Äußerste aus uns herausholen. Er führt uns jedoch durchaus an unsere Grenzen und motiviert uns, genau hinzuschauen, ob diese Grenze da an der richtigen Stelle ist, oder ob sie vielleicht erweitert werden kann. Er motiviert uns, wahrzunehmen, was dem Leben dient und was Leben verhindert.
Was der jungen Eiskunstläuferin Kamila Valieva passiert ist, finde ich brutal. Doch es berührt mich auch seltsam, dass wir uns so darüber aufregen, dass sie nach ihrer verpatzten Kür keine guten Worte gehört habe. Was ist wohl in den vergangenen Jahren schon alles zu ihr gesagt worden, dass sie sich überhaupt auf diese ganze Tortour eingelassen hat? - Waren das wirklich Worte, die dem Leben dieses Kindes gedient haben, oder war es nur das Eigeninteresse von ehrgeizigen Eltern, Trainern und Politikern? Und sind die aktuellen Reaktionen wirklich Worte, die dem Leben dienen? Der Hebräerbrief erinnert uns daran: Habt bei dem, was ihr sagt, das Leben im Blick.
Amen
Lied: Ich sage Ja – WW 158
1. Ich sage Ja zu dem, der mich erschuf. Ich sage Ja zu seinem Wort und Ruf,
zum Lebensgrund und Schöpfer dieser Welt, und der auch mich in seinen Händen hält.
2. Ich sage Ja zu dem, der uns gesandt und aus dem Tod zum Leben auferstand
und so trotz Hass, Gewalt und Menschenlist für uns zum Freund und Bruder worden ist.
3. Ich sage Ja zu Gottes gutem Geist, zum Weg der Liebe, den er uns verheißt,
zu wagen Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt voll Hunger, Angst und Leid.
4. Ich sage Ja zu Wasser, Kelch und Brot, Wegzehrung, Zeichen, Zuspruch in der Not.
Ich sage Ja und Amen, weil gewiss ein andres Ja schon längst gesprochen ist.
zum Lebensgrund und Schöpfer dieser Welt, und der auch mich in seinen Händen hält.
2. Ich sage Ja zu dem, der uns gesandt und aus dem Tod zum Leben auferstand
und so trotz Hass, Gewalt und Menschenlist für uns zum Freund und Bruder worden ist.
3. Ich sage Ja zu Gottes gutem Geist, zum Weg der Liebe, den er uns verheißt,
zu wagen Frieden und Gerechtigkeit in einer Welt voll Hunger, Angst und Leid.
4. Ich sage Ja zu Wasser, Kelch und Brot, Wegzehrung, Zeichen, Zuspruch in der Not.
Ich sage Ja und Amen, weil gewiss ein andres Ja schon längst gesprochen ist.
Fürbitten und Vaterunser:
Du, Gott, hast „Ja“ zu uns gesagt.
Du wirbst um uns, willst uns überzeugen und für diese Welt gewinnen.
Hilf auch uns, „Ja“ zu sagen,
uns auf dein Wort einzulassen und es stark zu machen in dieser Welt.
Hilf uns, einander zu achten und ehrlich miteinander zu sein,
Hilf uns, uns einzusetzen für ein gutes Miteinander.
An unsere Kinder denken wir, Gott.
Lass uns das richtige Maß finden zwischen Fördern und Freiraum.
Vor Dir denken wir an die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind und bitten dich: Stärke sie und alle, die sich um sie kümmern.
Die Kriegsgebiete und alle Krisengebiete dieser Welt legen wir Dir ans Herz. Lass die Verzweiflung nicht größer werden als die Zuversicht.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Du wirbst um uns, willst uns überzeugen und für diese Welt gewinnen.
Hilf auch uns, „Ja“ zu sagen,
uns auf dein Wort einzulassen und es stark zu machen in dieser Welt.
Hilf uns, einander zu achten und ehrlich miteinander zu sein,
Hilf uns, uns einzusetzen für ein gutes Miteinander.
An unsere Kinder denken wir, Gott.
Lass uns das richtige Maß finden zwischen Fördern und Freiraum.
Vor Dir denken wir an die Menschen, die auf Pflege angewiesen sind und bitten dich: Stärke sie und alle, die sich um sie kümmern.
Die Kriegsgebiete und alle Krisengebiete dieser Welt legen wir Dir ans Herz. Lass die Verzweiflung nicht größer werden als die Zuversicht.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Bewahre uns Gott, behüte uns Gott – EG 171, 1-4
1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.
2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten.
3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen.
4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.
2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht, sei nahe in schweren Zeiten.
3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft, sei in uns, uns zu erlösen.
4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unsern Wegen.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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