Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 95 – WW 944
Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken *
und jauchzen dem Hort unsres Heils!
Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen *
und mit Psalmen ihm jauchzen!
und mit Psalmen ihm jauchzen!
Denn der HERR ist ein großer Gott *
und ein großer König über alle Götter.
und ein großer König über alle Götter.
Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, *
und die Höhen der Berge sind auch sein.
und die Höhen der Berge sind auch sein.
Denn sein ist das Meer, und er hat‘s gemacht, *
und seine Hände haben das Trockene bereitet.
und seine Hände haben das Trockene bereitet.
Kommt, lasst uns anbeten und knien *
und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Denn er ist unser Gott *
und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.
und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Du hast ein Ohr für uns, Gott:
Wir rufen zu dir – dankbar für das Leben.
Wir klagen vor dir – bedrückt über den Zustand der Welt.
Wir suchen dich – voller Hoffnung auf dein Erbarmen.
Gott, höre und erhöre unsere Gebete.
Wir loben dich heute und alle Tage
Amen
Wir rufen zu dir – dankbar für das Leben.
Wir klagen vor dir – bedrückt über den Zustand der Welt.
Wir suchen dich – voller Hoffnung auf dein Erbarmen.
Gott, höre und erhöre unsere Gebete.
Wir loben dich heute und alle Tage
Amen
Lied: Zieh ein zu deinen Toren– EG 133, 1.2.5
1. Zieh ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast, /
der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, /
o hochgeliebter Geist des Vaters und des Sohnes, /
mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist.
der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, /
o hochgeliebter Geist des Vaters und des Sohnes, /
mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist.
2. Zieh ein, lass mich empfinden und schmecken deine Kraft, /
die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. /
Entsünd'ge meinen Sinn, / dass ich mit reinem Geiste /
dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin.
die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. /
Entsünd'ge meinen Sinn, / dass ich mit reinem Geiste /
dir Ehr und Dienste leiste, die ich dir schuldig bin.
5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; /
dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, /
es steigt zum Himmel an, es lässt nicht ab und dringet, /
bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann.
dein Beten wird erhöret, dein Singen klinget wohl, /
es steigt zum Himmel an, es lässt nicht ab und dringet, /
bis der die Hilfe bringet, der allen helfen kann.
Lesung des Predigttextes: Jesus Sirach 35, 16-22a
Gott hilft dem Armen ohne Ansehen der Person und erhört das Gebet des Unterdrückten. Er verachtet das Flehen der Waisen nicht noch die Witwe, wenn sie ihre Klage erhebt. Laufen ihr nicht die Tränen die Wangen hinunter, und richtet sich ihr Schreien nicht gegen den, der die Tränen fließen lässt?
Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. Das Gebet des Gedemütigten dringt durch die Wolken, aber bis es ankommt, findet er keinen Trost. Aber es wird nicht ablassen, bis der Höchste darauf achtet. Er wird den Gerechten Recht verschaffen und das Gericht vollziehen.
Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. Das Gebet des Gedemütigten dringt durch die Wolken, aber bis es ankommt, findet er keinen Trost. Aber es wird nicht ablassen, bis der Höchste darauf achtet. Er wird den Gerechten Recht verschaffen und das Gericht vollziehen.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Manchmal fühle ich mich ein wenig wie im Nebel, wenn ich bete. Ich suche nach passenden Worten, stottere so vor mich hin, bekomme keinen richtigen Satz zustande und hüpfe von einem Gedanken zum nächsten. Ob mein Gebet bei Gott ankommt?
Der Weisheitslehrer Jesus Sirach ist sich da sicher: Gott hört auch Flehen, Weinen und Schreien.
Solche Nebelerfahrungen scheinen also auch andere zu kennen. Meine flüchtigen Gedanken und selbst meine kurzen Bitten, mein schneller Dank, all meine Stoßgebete eben, zählen dann bestimmt auch als Gebet. - Aber wieso denk ich an „zählen“?
Mir scheint, mit dem Beten ist das eine eigenwillige Sache. Einerseits haben wir sehr klare Vorstellungen davon, andererseits sind sie sehr nebulös.
Wir wissen, es geht darum, mit Gott zu reden und da gibt es gewisse Formen. Solche Formen kann man ja auch ganz gut beschreiben. Bei uns bedeutet das meist: man wird still, faltet die Hände, senkt den Kopf, sagt z.B. „Guter Gott“ am Anfang und am Ende „Amen“.
Was dazwischen geschieht, lässt sich nicht so leicht beschreiben. Und wenn ich dann gefragt werde: „Betest Du manchmal?“, dann denke ich zuerst an „so richtige Gebete“, also an die Gelegenheiten, bei denen ich in diesen Formen bete.
Was dazwischen geschieht, lässt sich nicht so leicht beschreiben. Und wenn ich dann gefragt werde: „Betest Du manchmal?“, dann denke ich zuerst an „so richtige Gebete“, also an die Gelegenheiten, bei denen ich in diesen Formen bete.
Jesus Sirach hat eine sehr weite Vorstellung von Gebet. Ihm geht es nicht so sehr um die Formen. Und ich denke, er hat recht. Immer wieder merke ich, dass manche meiner Gedanken, Bitten, manches Weinen und Flehen, auch mancher Dank eigentlich ein Gebet war. Oft merke ich es sogar erst im Rückblick - in der Situation selbst war es gar nicht bewusst als Gebet gedacht und doch wurde es zum Gebet. Dass das so ist, hängt dabei weniger an mir, sondern liegt mehr an Gott.
Jesus Sirach erzählt: Das Gebet des Gedemütigten dringt durch die Wolken, aber bis es ankommt, findet er keinen Trost. Aber es wird nicht ablassen, bis der Höchste darauf achtet.
Das Gebet kann offenbar so etwas wie ein Eigenleben haben. Es ist ein schönes Bild, das Jesus Sirach da beschreibt – ganz kindlich und so ganz klar. Ich stell mir vor: Manchmal braucht das Gebet ein wenig, bis es durch die Wolken zu Gott durchdringt – vielleicht bleibt es ja manchmal sogar hängen? In solchen Situationen habe ich dann das Gefühl, das Gebet bewirkt ja gar nichts. Doch dann gibt es auch die anderen Momente. Da verändert sich auf einmal etwas, da tut sich etwas auf – wie wenn der Wolkenschleier weggenommen wurde - und ich sehe plötzlich klar.
Das Gebet – so wie Jesus Sirach es beschreibt -, scheint mir weniger etwas zu sein, was ich selbst bewusst tue. Es ist eher etwas, in das ich mich hineinbegebe - eine Haltung. Es ist das Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit mir meint. Das Vertrauen darin, dass dieser Gott ein Gott ist, der sich für mich und mein Leben einsetzt, der in Leid und Not tröstet, der gegen Ungerechtigkeit eintritt, der nicht erwartet, dass ich in seine Sphären aufsteige, sondern sich in meine Welt hinein begibt. So öffnet er meine manchmal recht kleine Welt für etwas Neues, etwas anderes. So verändert er mich und lässt mich neu sehen. Das geschieht, Gott sei Dank. Doch ich kann auch etwas dazu beitragen, dass es geschehen kann, kann dem Geschehen Raum geben, kann Gott Raum geben. Wie, das beschreibt z.B. Frere Roger in seinem „Brief an das Volk Gottes“ einmal so: „Das Gebet ist für dich eine Quelle der Liebe. In unendlicher Absichtslosigkeit überlasse dich selbst, deinen Leib und deinen Geist. Nimm täglich einige Worte aus der Schrift in dich auf, um einem anderen als dir selbst, um dem Auferstandenen gegenüber zu stehen. Lass im Schweigen ein lebendiges Wort Christi in dir aufsteigen und setze es sogleich in die Tat um.“ (Zitiert nach Jutta Noetzel, Göttinger Predigtmeditationen 75/2)
Amen
Lied: O Heiland, reiß die Himmel auf – EG 7, 1-5.7
1. O Heiland, reiß die Himmel auf, herab, herab vom Himmel lauf,
reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
reiß ab vom Himmel Tor und Tür, reiß ab, wo Schloss und Riegel für.
2. O Gott, ein' Tau vom Himmel gieß, im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus den König über Jakobs Haus.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus den König über Jakobs Haus.
3. O Erd, schlag aus, schlag aus, o Erd, dass Berg und Tal grün alles werd.
O Erd, herfür dies Blümlein bring, o Heiland, aus der Erden spring.
O Erd, herfür dies Blümlein bring, o Heiland, aus der Erden spring.
4. Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt, darauf sie all ihr Hoffnung stellt?
O komm, ach komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal.
O komm, ach komm vom höchsten Saal, komm, tröst uns hier im Jammertal.
5. O klare Sonn, du schöner Stern, dich wollten wir anschauen gern;
o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein in Finsternis wir alle sein.
o Sonn, geh auf, ohn deinen Schein in Finsternis wir alle sein.
7. Da wollen wir all danken dir, unserm Erlöser, für und für;
da wollen wir all loben dich zu aller Zeit und ewiglich.
da wollen wir all loben dich zu aller Zeit und ewiglich.
Fürbitten und Vaterunser:
Du kommst zu uns, Gott, und wir können zu Dir kommen.
Mit allem Dank, mit aller Mühe, die uns plagt,
mit aller Freude, die wir erleben; mit allem Leid, das uns bedrückt.
Du kommst zu uns und wir können zu Dir kommen
mit kurzen und langen Gedanken
mit vielen Worten, stammelnd, schweigend.
Du kommst zu uns und wir können zu dir kommen.
Sei bei allen, die sich mit dem Beten schwer tun.
Erweitere unseren Blick für Dich und diese Welt.
Lass uns spüren: Du kommst zu uns und wir können zu dir kommen.
Mit allem Dank, mit aller Mühe, die uns plagt,
mit aller Freude, die wir erleben; mit allem Leid, das uns bedrückt.
Du kommst zu uns und wir können zu Dir kommen
mit kurzen und langen Gedanken
mit vielen Worten, stammelnd, schweigend.
Du kommst zu uns und wir können zu dir kommen.
Sei bei allen, die sich mit dem Beten schwer tun.
Erweitere unseren Blick für Dich und diese Welt.
Lass uns spüren: Du kommst zu uns und wir können zu dir kommen.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Selig seid ihr – EG 667
1. Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.
Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt.
Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt.
2. Selig seid ihr, wenn ihr lieben lernt.
Selig seid ihr, wenn ihr Güte wagt.
Selig seid ihr, wenn ihr Güte wagt.
3. Selig seid ihr, wenn ihr Leiden merkt.
Selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt.
Selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt.
4. Selig seid ihr, wenn ihr Frieden macht.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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