Votum:
Psalm: Psalm 116 (WW 957)
dass der HERR meine Stimme und mein Flehen hört.
Denn er neigte sein Ohr zu mir; *
darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.
Stricke des Todes hatten mich umfangen, /
des Totenreichs Schrecken hatten mich getroffen; *
ich kam in Jammer und Not.
Aber ich rief an den Namen des HERRN: *
Ach, HERR, errette mich!
Der HERR ist gnädig und gerecht, *
und unser Gott ist barmherzig.
Der HERR behütet die Unmündigen; *
wenn ich schwach bin, so hilft er mir.
Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; *
denn der HERR tut dir Gutes.
Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, *
mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Ich werde wandeln vor dem HERRN *
im Lande der Lebendigen.
Ich will den Kelch des Heils erheben *
und des HERRN Namen anrufen.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. / Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Es ist schwierig in diesen Tagen, zufrieden zu sein.
Die Sonne scheint oft, aber da ist auch viel Dunkel.
Es ist Ostern, aber um uns und in uns sind Angst und Sorge.
Du hast uns befreit, aber ich fühle mich gefangen.
Lass uns das Neue spüren, das Du schaffst.
Lass uns sehen, wo Leben aufkeimt. Amen
Lied der Woche: Der schöne Ostertag – EG 117
1. Der schöne Ostertag! Ihr Menschen, kommt ins Helle! / Christ, der begraben lag, / brach heut aus seiner Zelle. / Wär vorm Gefängnis noch der schwere Stein vorhanden, / so glaubten wir umsonst.
Doch nun ist er erstanden, / erstanden, erstanden, erstanden.
2. Was euch auch niederwirft, / Schuld, Krankheit, Flut und Beben - er, den ihr lieben dürft, / trug euer Kreuz ins Leben. / Läg er noch immer, wo die Frauen ihn nicht fanden, / so kämpften wir umsonst.
Doch nun ist er erstanden, / erstanden, erstanden, erstanden.
3. Muss ich von hier nach dort - er hat den Weg erlitten. / Der Fluss reißt mich nicht fort, / seit Jesus ihn durchschritten. / Wär er geblieben, wo des Todes Wellen branden, / so hofften wir umsonst. Doch nun ist er erstanden, / erstanden, erstanden, erstanden.
Lesung des Predigttextes: Jesaja 40,26-31
26 Hebt eure Augen in die Höhe und seht! Wer hat all dies geschaffen? Er führt ihr Heer vollzählig heraus und ruft sie alle mit Namen; seine Macht und starke Kraft ist so groß, dass nicht eins von ihnen fehlt. 27 Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagst: »Mein Weg ist dem HERRN verborgen, und mein Recht geht an meinem Gott vorüber«? 28 Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. 29 Er gibt dem Müden Kraft und Stärke genug dem Unvermögenden. 30 Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; 31 aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Zur Zeit haben wir die Erde fest im Blick. Die Zahl der Infizierten, die Zahl der Verstorbenen, die Zahl der Genesenen – aufgeteilt in Staaten, Bundesländer, Landkreise, Städte, … - alles im Blick auf Corona.
Mir scheint: es wird Zeit, dass wir den Blick wieder ein wenig heben – weiter sehen, mehr in den Blick nehmen. Auch all die anderen Kranken und Leidenden dieser Zeit. Auch die Menschen, die um ihre Existenz bangen; die, die auf der Flucht sind. Die Menschen, die vom Hunger gequält werden; diejenigen, die sich grämen vor Einsamkeit. Die Kinder und Jugendlichen, für die die Schule ein guter, hilfreicher Ort ist.
„Wie soll das gehen?“, fragen Sie, „Wo doch unsere eigene Sorge uns schon müde macht und das eigene Leid die Kraft raubt?“
Der Prophet Jesaja sagt: Es geht! Es geht sogar besser.
Wer den Blick hebt, sieht die Sorgen und das Leid anderer, ja. Wer den Blick hebt, sieht aber auch die schöne Landschaft um sich herum, die blühenden Blumen, die grünenden Bäume, die wunderschönen Sonnenuntergänge, den herrlichen Sternenhimmel, …
Wer den Blick hebt, wird daran erinnert: In dieser wunderbaren Natur steckt Gottes Kraft. Ihn können wir nicht begreifen, können seine Kraft nicht fassen, aber wir können sehen, wie seine Kraft wirkt, die weder müde noch matt wird.
Wer den Blick hebt und mehr sieht, wird durch seine Kraft beflügelt und getragen.
Und das ist eine wahrlich wunderbare Aussicht! Amen
Lied: Weißt du wieviel Sternlein stehen – EG 511
1. Weißt du, wieviel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt?
Weißt du, wieviel Wolken gehen weithin über alle Welt?
Gott der Herr hat sie gezählet, dass ihm auch nicht eines fehlet
an der ganzen großen Zahl, an der ganzen großen Zahl.
2. Weißt du, wieviel Mücklein spielen in der heißen Sonnenglut,
wieviel Fischlein auch sich kühlen in der hellen Wasserflut?
Gott der Herr rief sie mit Namen, dass sie all ins Leben kamen,
dass sie nun so fröhlich sind, dass sie nun so fröhlich sind.
3. Weißt du, wieviel Kinder frühe stehn aus ihrem Bettlein auf,
dass sie ohne Sorg und Mühe fröhlich sind im Tageslauf?
Gott im Himmel hat an allen seine Lust, sein Wohlgefallen;
kennt auch dich und hat dich lieb, kennt auch dich und hat dich lieb.
Fürbitten und Vaterunser:
Zu Dir Gott dürfen wir immer kommen.
Hab Dank dafür!
Du sorgst Dich um uns, tröstest und stärkst uns.
Mit Deiner Kraft können wir den Blick in die Weite wagen.
Wir bitten dich für alle Menschen, die aus dem Blick geraten sind: Menschen auf der Flucht, Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen, Menschen, denen die Zukunft Sorgen bereitet, ...
Beflügle uns, dass wir Ideen entwickeln,
wie wir gut mit dieser Situation umgehen können.
Schenke allen neue Kraft, die enttäuscht und entmutigt sind.
Vor Dir denken wir an all die Menschen, die uns wichtig sind
Nennen Sie vor Gott die Namen dieser Menschen
Alle Menschen, die wir lieben, alles Leid, das uns bedrückt, alle Hoffnung, die uns trägt, bringen wir vor Dich, Gott, wenn wir beten: Vater unser, …
Lied: Auf, auf, mein Herz mit Freuden – EG 111, 1.(2).4
1. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden / nimm wahr, was heut geschicht; / wie kommt nach großem Leiden / nun ein so großes Licht! / Mein Heiland war gelegt / da, wo man uns hinträgt, / wenn von uns unser Geist / gen Himmel ist gereist.
2. Er war ins Grab gesenket, / der Feind trieb groß Geschrei; / eh er's vermeint und denket, / ist Christus wieder frei / und ruft Viktoria, / schwingt fröhlich hier und da / sein Fähnlein als ein Held, / der Feld und Mut behält.
6. Ich hang und bleib auch hangen / an Christus als ein Glied; / wo mein Haupt durch ist gangen, / da nimmt er mich auch mit. / Er reißet durch den Tod, / durch Welt, durch Sünd, durch Not, /er reißet durch die Höll, / ich bin stets sein Gesell.
Segensbitte:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Zum Ausdrucken und Weitergeben:
Quelle: Ev. Kirchengemeinde Ettenheim
