Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 118 - WW 958.1
Der HERR ist meine Macht und mein Psalm *
und ist mein Heil.
und ist mein Heil.
Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten: *
Die Rechte des HERRN behält den Sieg!
Die Rechte des HERRN behält den Sieg!
Die Rechte des HERRN ist erhöht; *
die Rechte des HERRN behält den Sieg!
die Rechte des HERRN behält den Sieg!
Ich werde nicht sterben, sondern leben *
und des HERRN Werke verkündigen.
und des HERRN Werke verkündigen.
Der HERR züchtigt mich schwer; *
aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
aber er gibt mich dem Tode nicht preis.
Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, *
dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke.
dass ich durch sie einziehe und dem HERRN danke.
Das ist das Tor des HERRN; *
die Gerechten werden dort einziehen.
die Gerechten werden dort einziehen.
Ich danke dir, dass du mich erhört hast *
und hast mir geholfen.
und hast mir geholfen.
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, *
ist zum Eckstein geworden.
ist zum Eckstein geworden.
Das ist vom HERRN geschehen *
und ist ein Wunder vor unsern Augen.
und ist ein Wunder vor unsern Augen.
Dies ist der Tag, den der HERR macht; *
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Gott des Lebens.
Du schenkst uns einen Morgen des Segens
für alle Welt und alle Zeit.
Ein Tag der Freude und der Schonung für alle Geplagten,
Sorgenden und Erschöpfte.
Deine Auferstehung feiern wir.
Du lebst – wir werden auch leben.
Wir staunen und danken und freuen uns mit der ganzen Schöpfung.
Das Licht hat sich durchgesetzt, die Freude ist groß,
der Stein ist weggewälzt. Das Leben hat gesiegt. Amen
Du schenkst uns einen Morgen des Segens
für alle Welt und alle Zeit.
Ein Tag der Freude und der Schonung für alle Geplagten,
Sorgenden und Erschöpfte.
Deine Auferstehung feiern wir.
Du lebst – wir werden auch leben.
Wir staunen und danken und freuen uns mit der ganzen Schöpfung.
Das Licht hat sich durchgesetzt, die Freude ist groß,
der Stein ist weggewälzt. Das Leben hat gesiegt. Amen
Lied: Christ ist erstanden – EG 99
Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen;
seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ. Kyrieleis.
seit dass er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ. Kyrieleis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des solln wir alle froh sein,
Christ will unser Trost sein. Kyrieleis.
Lesung des Predigttextes: Johannes 20,11-18
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein und sieht zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, einen zu Häupten und den andern zu den Füßen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben. Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der Gärtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf Hebräisch: Rabbuni!, das heißt: Meister! Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria Magdalena geht und verkündigt den Jüngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Ostern ist grün. - Nicht nur, weil gerade alles um uns herum blüht und treibt. - Ostern ist grün, weil es keine graue Theorie ist.
Ostern passt irgendwie nicht in philosophische Theoriegebäude hinein. Naturwissenschaftlich lässt sich nicht erklären, was da passiert ist. Auch mit Hilfe der Geschichtsforschung lässt es sich nicht fassen. Von Ostern kann man im besten Fall erzählen – und genau das tun die Evangelien. Sie erzählen von Jesus. Sie erzählen von dem, was Menschen miteinander und mit Gott erlebt haben; von der Suche nach Leben und den Hindernissen des Lebens.
Das Johannesevangelium erzählt zum Beispiel von Maria.
Wie so viele Trauernde zieht es sie nach Jesu Tod zu seinem Grab. Da steht sie und weint. Sie sucht Jesus und ist irritiert, dass sie seinen Leichnam nicht findet. Es ist der Tote, an dem sie sich orientiert. Sie ist sich sicher: Der Leichnam ist das einzige, was von Jesus noch übrig ist, deshalb will sie ihn unbedingt finden – wenigstens etwas. Und es geht ihr, wie es einem eben oft geht, wenn man etwas ganz bestimmtes im Kopf hat. Vor lauter Konzentration auf den Toten übersieht sie die Zeichen, die auf „Leben“ deuten: Die Leinentücher z.B. liegen noch immer da (V.6). Das bemerkt sie gar nicht. Vermutlich wäre ja der Leichnam Jesu nicht ohne diese Tücher weggebracht worden. Und dann sind da die Engel – Boten Gottes. Klarer kann es gar nicht mehr sein. Maria sieht diese weißen Männer wohl, spricht auch mit ihnen, merkt aber offenbar nicht, dass es Engel sind.
Maria ist gefangen von ihrer Trauer. Sie nimmt nicht wahr, dass Gott hier seine Hand im Spiel hat und wendet sich ab. Als Leserin fiebere ich mit und denke: Sie muss es doch irgendwann merken und bin froh, dass sich ihr nun Jesus in den Weg stellt.
Wie so viele Trauernde zieht es sie nach Jesu Tod zu seinem Grab. Da steht sie und weint. Sie sucht Jesus und ist irritiert, dass sie seinen Leichnam nicht findet. Es ist der Tote, an dem sie sich orientiert. Sie ist sich sicher: Der Leichnam ist das einzige, was von Jesus noch übrig ist, deshalb will sie ihn unbedingt finden – wenigstens etwas. Und es geht ihr, wie es einem eben oft geht, wenn man etwas ganz bestimmtes im Kopf hat. Vor lauter Konzentration auf den Toten übersieht sie die Zeichen, die auf „Leben“ deuten: Die Leinentücher z.B. liegen noch immer da (V.6). Das bemerkt sie gar nicht. Vermutlich wäre ja der Leichnam Jesu nicht ohne diese Tücher weggebracht worden. Und dann sind da die Engel – Boten Gottes. Klarer kann es gar nicht mehr sein. Maria sieht diese weißen Männer wohl, spricht auch mit ihnen, merkt aber offenbar nicht, dass es Engel sind.
Maria ist gefangen von ihrer Trauer. Sie nimmt nicht wahr, dass Gott hier seine Hand im Spiel hat und wendet sich ab. Als Leserin fiebere ich mit und denke: Sie muss es doch irgendwann merken und bin froh, dass sich ihr nun Jesus in den Weg stellt.
Manchmal ist es ja so, wenn wir aufgehalten werden, unterbrochen werden im eigenen Trott, dann verändert sich etwas. Aber Maria sieht weiterhin nur das, was sie sehen will: Den Gärtner. Wieder ist sie beim Leichnam - noch immer fixiert auf den Tod. Erst, als Jesus sie beim Namen nennt, wendet sich das Blatt. Sie dreht sich um und erkennt zumindest den „Rabbuni!“ - so ruft sie es - wie früher eben. Und wieder braucht es Jesus, der deutlich macht: Er ist nicht mehr der, der er war. Er ist ein anderer geworden. Was früher war, kommt nicht einfach so wieder. Es kann nicht festgehalten werden, muss anders gesucht werden.
Theorien können uns helfen, das zu sortieren und einzuordnen, was in unserem Leben geschieht. Aber wenn es nur bei der Theorie bleibt, wird das Leben grau. Ostern aber ist grün. Es wächst. Manchmal überraschend schnell. Ein anderes mal fast quälend langsam. Aber Stück für Stück wird die Hoffnung größer. Ostern lässt sich nicht so richtig denken, aber es geschieht. Es geschieht in der Begegnung mit anderen, im Trost, bei der Suche, im Gespräch, …
Ostern ist immer auch überraschend – wie das Leben selbst.
Da kann es sein, dass der Gärtner mir zu Jesus wird, mich im tiefsten Inneren erkennt und so etwas in mir, in meinem Leben bewegt. Und wenn ich mich bewegen lasse – wie Maria – kann ich vielleicht auch wie sie am Ende andere trösten und ermutigen, ihnen von meinen Erfahrungen, von Jesus, erzählen und voll Hoffnung in diese Welt rufen: Ostern ist grün. Jesus lebt und wir auch! - Amen
Da kann es sein, dass der Gärtner mir zu Jesus wird, mich im tiefsten Inneren erkennt und so etwas in mir, in meinem Leben bewegt. Und wenn ich mich bewegen lasse – wie Maria – kann ich vielleicht auch wie sie am Ende andere trösten und ermutigen, ihnen von meinen Erfahrungen, von Jesus, erzählen und voll Hoffnung in diese Welt rufen: Ostern ist grün. Jesus lebt und wir auch! - Amen
Lied: Korn, das in die Erde – EG 98
1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, /
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt -
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt -
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, /
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. /
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. /
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, /
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Fürbitten und Vaterunser:
Immer wieder nehmen mich Trauer und Enttäuschung
ganz und gar ein, Gott – oft schneller, als mir lieb ist.
Hilf mir, auch dann, wenn der Schmerz groß ist,
die Signale des Lebens zu sehen.
Sprich du mich an und mache mein Leben neu.
ganz und gar ein, Gott – oft schneller, als mir lieb ist.
Hilf mir, auch dann, wenn der Schmerz groß ist,
die Signale des Lebens zu sehen.
Sprich du mich an und mache mein Leben neu.
Deine Welt, Gott, ist manchmal so ganz anders – fast fremd.
Ich will mich darauf einlassen, auch wenn es mühsam ist.
Ich bitte dich: Öffne unsere Köpfe und Herzen für dich.
Ich will mich darauf einlassen, auch wenn es mühsam ist.
Ich bitte dich: Öffne unsere Köpfe und Herzen für dich.
Es gibt so viel Leid und Kurzsichtigkeit in dieser Welt.
Sie braucht dein befreiendes Wort, deine frohe Botschaft.
Hilf uns, immer wieder neu von dir zu erzählen -
von Deiner Liebe zum Leben, von dem Lebensmut, den Du schenkst.
Sie braucht dein befreiendes Wort, deine frohe Botschaft.
Hilf uns, immer wieder neu von dir zu erzählen -
von Deiner Liebe zum Leben, von dem Lebensmut, den Du schenkst.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Wir stehen im Morgen – WW 219, 1.(2).3-5
1. Wir stehen im Morgen. Aus Gott ein Schein durchblitzt alle Gräber.
Es bricht ein Stein. Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein.
Es bricht ein Stein. Erstanden ist Christus. Ein Tanz setzt ein.
Kehrvers: Halleluja, Halleluja, Halleluja, es bricht ein Stein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, ein Tanz setzt ein.
3. An Ostern, o Tod, war das Weltgericht.
Wir lachen dir frei in dein Angstgesicht.
Wir lachen dich an, du bedrohst uns nicht.
Wir lachen dir frei in dein Angstgesicht.
Wir lachen dich an, du bedrohst uns nicht.
4. Wir folgen dem Christus, der mit uns zieht,
stehn auf, wo der Tod und sein Werk geschieht,
im Aufstand erklingt unser Osterlied.
stehn auf, wo der Tod und sein Werk geschieht,
im Aufstand erklingt unser Osterlied.
5. Am Ende durchziehn wir, von Angst befreit,
die düstere Pforte, zum Tanz bereit.
Du selbst gibst uns, Christus, das Festgeleit.
die düstere Pforte, zum Tanz bereit.
Du selbst gibst uns, Christus, das Festgeleit.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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