Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 84 - WW 936
Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth! *
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN;
mein Leib und Seele freuen sich *
in dem lebendigen Gott.
in dem lebendigen Gott.
Der Vogel hat ein Haus gefunden /
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – *
deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.
und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen – *
deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott.
Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; *
die loben dich immerdar.
die loben dich immerdar.
Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten *
und von Herzen dir nachwandeln!
und von Herzen dir nachwandeln!
Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, *
und Frühregen hüllt es in Segen.
und Frühregen hüllt es in Segen.
Sie gehen von einer Kraft zur andern *
und schauen den wahren Gott in Zion.
und schauen den wahren Gott in Zion.
HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; *
vernimm es, Gott Jakobs!
vernimm es, Gott Jakobs!
Gott, unser Schild, schaue doch; *
sieh an das Antlitz deines Gesalbten!
sieh an das Antlitz deines Gesalbten!
Denn ein Tag in deinen Vorhöfen *
ist besser als sonst tausend.
ist besser als sonst tausend.
Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause *
als wohnen in den Zelten der Frevler.
als wohnen in den Zelten der Frevler.
Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; /
der HERR gibt Gnade und Ehre. *
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
der HERR gibt Gnade und Ehre. *
Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, *
der sich auf dich verlässt!
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. der sich auf dich verlässt!
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
So gerne würden wir uns freuen über Friedensmeldungen,
über die Heilung von Schwerkranken, über Schonung von Mensch und Natur.
So gerne würden wir Gnade spüren für unsere kranke Welt,
für die Arbeits- und Hoffnungslosen, für die Gescheiterten und Schuldigen.
So gerne würden wir der Wahrheit begegnen,
der Antwort auf alle Fragen, dem Arm, der sich schützend um uns legt,
dem Wind, der uns Flügel verleiht.
über die Heilung von Schwerkranken, über Schonung von Mensch und Natur.
So gerne würden wir Gnade spüren für unsere kranke Welt,
für die Arbeits- und Hoffnungslosen, für die Gescheiterten und Schuldigen.
So gerne würden wir der Wahrheit begegnen,
der Antwort auf alle Fragen, dem Arm, der sich schützend um uns legt,
dem Wind, der uns Flügel verleiht.
Aber da sitzen wir in der Schwere unserer Tage
und hören Sätze, die uns nicht von den Sitzen reißen.
Du Wahrer und Gnädiger, erbarme dich über uns.
Amen
und hören Sätze, die uns nicht von den Sitzen reißen.
Du Wahrer und Gnädiger, erbarme dich über uns.
Amen
Lied: Korn, das in die Erde – EG 98
1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt -
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt -
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn -
hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
Lesung des Predigttextes: Johannes 12, 20-24
Es waren aber einige Griechen unter denen, die heraufgekommen waren, um anzubeten auf dem Fest. Die traten zu Philippus, der aus Betsaida in Galiläa war, und baten ihn und sprachen: Herr, wir wollen Jesus sehen. Philippus kommt und sagt es Andreas, und Andreas und Philippus sagen's Jesus. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Wir wissen, wie es sich anfühlt, wenn Pläne durchkreuzt werden. Nicht erst seit dem letzten Jahr. Das gab es schon immer und wird es auch immer wieder geben. Das Besondere des vergangenen Jahres ist vielleicht, dass es ein und dasselbe Ereignis ist, das unser aller Pläne durchkreuzt. Sonst sind die Ereignisse eben vielfältiger.
Wie immer sind aber auch die Aus-Wirkungen solcher „Durchkreuzungen“ sehr unterschiedlich. Es fühlt sich für jede und jeden anders an. Und wir gehen sehr verschieden damit um.
Ich weiß nicht, ob Jesu Pläne durchkreuzt wurden – manche sagen ja: das, was damals in Jerusalem geschehen ist, das war Gottes Plan. Das scheint mir ein wenig einfach. Ich denke schon, dass Gott klar war, dass es auf den Tod Jesu hinaus laufen wird. Jesus selbst – so erzählen es die Evangelien – war es klar. Aber Plan im Sinne von Vorhaben? Das scheint mir ein wenig zu schematisch gedacht. Ich glaube, die Evangelien erzählen mehr, wie das Leben eben ist.
Und es ist eben so: Pläne und Vorhaben werden durchkreuzt. Und jedes Mal stirbt etwas: eine Idee, eine Vorstellung, ein Traum, manchmal auch ein Stück Leben.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
„Die Griechen“ waren gekommen, um auf dem Fest „anzubeten“, erzählt das Evangelium. Sie gehören also eher nicht zu denen, die an den Gott Israels glauben, sind wohl keine Juden. Aber sie sind Suchende. Und da kommt ihnen Jesus gerade recht. Jesus, dem alle zujubeln, der Kranke heilt, Müde begeistert und Tote zum Leben erweckt. Den muss man gesehen haben!
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.
Ob diese Griechen Jesus wirklich von Angesicht zu Angesicht sehen, wird nicht erzählt. Im Grunde spielt es auch keine Rolle. Wichtig sind seine Worte. Sie machen deutlich: Jesus kann man erst wirklich sehen, wenn man auch seinen Tod sieht. Ohne seinen Tod ist die Geschichte nur halb erzählt. Ohne seinen Tod wird man nicht sehen, welches Leben er bringt. So müssen sich „die Griechen“ vielleicht von der Vorstellung verabschieden, dass Jesus ihr glänzender Held sein könnte. Ein Held, den sie bewundern können. Ob sie trotzdem in ihm etwas gefunden haben?
Menschen gehen sehr unterschiedlich damit um, wenn ihre Vorstellungen und Pläne durchkreuzt werden.
Ich kenne Menschen, die haben trotz Unglück ein unglaubliches Glück und alles löst sich irgendwie gut auf. Trotzdem können sie nicht aufhören, darüber zu klagen, was für sie Furchtbares erlebt haben und was für ein unglaublicher Schock das war. Ich kenne auch Menschen, die sehr wohl die Schwere eines Schicksalsschlags spüren, die leiden, aber die sich von diesem Leid nicht zerfressen lassen. Bei diesen Menschen gewinnt das Leben die Oberhand.
Der Evangelist Johannes bezeichnet die Kreuzigung Jesu als „Verherrlichung“ oder auch als „Erhöhung“. So wie er vom Leiden und Sterben Jesu erzählt, scheint Jesus immer derjenige zu sein, der den Überblick und alles in der Hand hat. Er ist aber nicht apathisch, also nicht nicht-leidend. Er leidet sehr wohl, aber das Leid und der Schmerz haben ihn nicht im Griff. Hier, im Johannesevangelium wird schon mitten im Leid deutlich: Das Leben siegt. „Verherrlichung“, „Erhöhung“, das sind also keine glamourösen Begriffe. Sie bringen nur das, was ist, in ein anderes Licht und helfen uns so, es anders zu sehen. Am Kreuz Jesu sehe ich, dass bei Gott am Ende das Leben siegt. Mal sehen, ob mir das auch in meinem Leben gelingt. Amen
Lied: Freunde, dass der Mandelzweig – WW 39
1. Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
2. Dass das Leben nicht verging, soviel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
3. Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
4. Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.
Fürbitten und Vaterunser:
Bei Dir siegt das Leben, Gott.
Oft sehe ich das nicht mehr, bin gefangen in dem,
was mein Leben durchkreuzt, sehe nur noch das Kreuz -
hilf mir, auch Deine Auferstehung zu sehen.
Oft sehe ich das nicht mehr, bin gefangen in dem,
was mein Leben durchkreuzt, sehe nur noch das Kreuz -
hilf mir, auch Deine Auferstehung zu sehen.
Bei Dir siegt das Leben, Gott.
Oft hadere ich mit all der Gewalt,
mit sinnloser Zerstörung, unvorstellbarem Leid.
Hilf mir zu sehen, dass Du in allem bist
und gerade im Leid zur Seite stehst und hilfst aufzustehen.
Oft hadere ich mit all der Gewalt,
mit sinnloser Zerstörung, unvorstellbarem Leid.
Hilf mir zu sehen, dass Du in allem bist
und gerade im Leid zur Seite stehst und hilfst aufzustehen.
Bei Dir siegt das Leben, Gott.
Immer wieder hadere ich auch mit Dir, Gott,
weiß nicht recht, wo ich Dich suchen soll.
Immer wieder hadere ich auch mit Dir, Gott,
weiß nicht recht, wo ich Dich suchen soll.
Danke, dass Du in Jesus die Verbindung zu uns hältst.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: In dir ist Freude – EG 398
1. In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.
Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist;
hilfest von Schanden, rettest von Banden.
Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet,
wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G'müte,
an dir wir kleben im Tod und Leben;
nichts kann uns scheiden. Halleluja.
2. Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod;
du hast's in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle,
freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.
du hast's in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle,
freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja.
Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben
mit Herz und Munde. Halleluja.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden.
Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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