Sonntag Zuhause - Judika

Gottesdienst am 29. März 2020

Votum:

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen

Psalm: Psalm 43 (WW 919)

Schaffe mir Recht, Gott, /
und führe meine Sache wider das treulose Volk *
und errette mich von den falschen und bösen Leuten!
Denn du bist der Gott meiner Stärke: *
Warum hast du mich verstoßen?
Warum muss ich so traurig gehen, *
wenn mein Feind mich drängt?
Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten *
und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
dass ich hineingehe zum Altar Gottes, /
zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, *
und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.
Was betrübst du dich, meine Seele, *
und bist so unruhig in mir?
Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, *
dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit
Amen

Gebet:

Deine Hilfe brauchen wir jetzt besonders, Gott.
Wir brauchen Kraft für die Zeit, die vor uns liegt.
Wir brauchen Licht im Dunkel des Leids.
Wir brauchen Deine Führung für unsere Entscheidungen.
Stärke uns jetzt.
Dass wir Ruhe finden durch Dich,
dass wir Halt finden in Dir,
dass wir besonnen handeln können.
Amen

Lied der Woche: Holz auf Jesus Schulter – EG 97, 1-3.5

1. Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
2. Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt
Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
3. Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht.
Doch der Himmel sagt uns: Alles ist vollbracht!
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.
5. Denn die Erde jagt uns auf den Abgrund zu.
Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du?
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn.

Lesung des Predigttextes: Hebräer 13, 12-14

12 Darum hat auch Jesus außerhalb des Stadttores gelitten. Denn durch sein eigenes Blut wollte er das Volk heilig machen. 13 Lasst uns daher zu ihm hinausgehen vor das Lager. Wir wollen die Schande auf uns nehmen, die er zu tragen hatte. 14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:

„Keine Ahnung, wie unsere Zukunft aussehen wird.“
Eigentlich gilt dieser Satz ja immer, aber momentan ist er in aller Munde.
Normalerweise ist uns das einfach nicht so bewusst. Aber jetzt spüren wir sehr deutlich: Es bleibt nichts, wie es ist.
Wir haben geplant, aber alle Pläne sind über den Haufen geworfen: Keine Gottesdienste an Ostern, kein Skiurlaub in den Osterferien, kein Besuch bei den Großeltern, kein Treffen mit Freunden, ...
Es wird uns bewusst wie nie: In dieser Welt gibt es nichts, was bleibt. Darauf weist auch der Hebräerbrief hin. „Wir haben hier keine bleibende Stadt.“, heißt es hier.
Allerdings muss uns das weder Freude noch Mut zum Leben rauben. Denn der Satz geht weiter: „… eine zukünftige suchen wir.“
Es gibt also eine Zukunft - definitiv. Wie sie aussieht, das wissen wir nicht. Aber wir dürfen uns sicher sein: Es gibt sie. Wir können uns danach ausstrecken, sie ersehnen, erträumen, ...
Dass es sogar im tiefsten Leid eine Zukunft gibt, ist an Jesus ganz deutlich geworden. Er hat gelitten, hat Schmach erduldet, den Tod ertragen, … und am Ende neues Leben geschenkt bekommen.
Ja, wir müssen jetzt das ein oder andere Opfer bringen wie eben den Skiurlaub oder das Osterfest in unseren Kirchen.
Ich bin gespannt, welch neues Leben uns diese Zeit beschert!
Amen

Lied: Korn, das in die Erde – EG 98

1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, / Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt - Liebe lebt auf, die längst erstorben schien: / Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, / wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. / Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn? / Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, / unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn - / hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: / Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

Fürbitten und Vaterunser:

Du bleibst, Gott.
Das zu wissen, tut gut.
Du bleibst bei mir, wenn ich krank bin.
Du bleibst mir nah, wenn mich die Angst quält.
Du bleibst meine Stärke, wenn ich am Rande meiner Kräfte bin.
Du bleibst meine Weisheit, wenn ich weder ein noch aus weiß.
Ich bitte dich:
Lass diese Welt deine Nähe spüren
und schenke uns Phantasie und Hoffnung für Deine Zukunft.
Vor Dir denken wir an all die Menschen, die uns wichtig sind
Nennen Sie vor Gott die Namen dieser Menschen
Alle Menschen, die wir lieben, alles Leid, das uns bedrückt, alle Hoffnung, die uns trägt, bringen wir vor Dich, Gott, wenn wir beten: Vater unser, …

Segenslied: Bewahre uns Gott, behüte uns Gott – EG 171, 1.2.4

1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, / sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot in Wüstennot, / sei um uns mit deinem Segen,
Sei Quelle und Brot in Wüstennot, / sei um uns mit deinem Segen,
2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, / sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht, / sei nahe in schweren Zeiten,
Voll Wärme und Licht im Angesicht, / sei nahe in schweren Zeiten,
4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, / sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, / sei um uns auf unsern Wegen,
dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, / sei um uns auf unsern Wegen.
Segensbitte: Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe sein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen

EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder

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