Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 66 – WW 927
Jauchzet Gott, alle Lande! /
Lobsinget zur Ehre seines Namens; *
rühmet ihn herrlich!
Lobsinget zur Ehre seines Namens; *
rühmet ihn herrlich!
Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! *
Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.
Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.
Alles Land bete dich an und lobsinge dir, *
lobsinge deinem Namen.
lobsinge deinem Namen.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes, *
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
Er verwandelte das Meer in trockenes Land, /
sie gingen zu Fuß durch den Strom; *
dort wollen wir uns seiner freuen.
sie gingen zu Fuß durch den Strom; *
dort wollen wir uns seiner freuen.
Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich, /
seine Augen schauen auf die Völker. *
Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
seine Augen schauen auf die Völker. *
Die Abtrünnigen können sich nicht erheben.
Lobet, ihr Völker, unsern Gott, *
lasst seinen Ruhm weit erschallen,
lasst seinen Ruhm weit erschallen,
der unsre Seelen am Leben erhält *
und lässt unsere Füße nicht gleiten.
und lässt unsere Füße nicht gleiten.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Es ist gerade so herrlich draußen, Gott.
Die Natur ist erwacht, alles blüht und treibt.
Der Winter ist besiegt. Es gibt einen neuen Anfang.
Wir bitten Dich, hilf auch uns aus unserer Wintermüdigkeit heraus.
Lass uns Deine Lebenskraft spüren und erneuere uns.
Lass uns ablegen, was welk geworden ist in unserem Leben
und erfülle uns mit Deiner Lebenskraft.
Amen
Die Natur ist erwacht, alles blüht und treibt.
Der Winter ist besiegt. Es gibt einen neuen Anfang.
Wir bitten Dich, hilf auch uns aus unserer Wintermüdigkeit heraus.
Lass uns Deine Lebenskraft spüren und erneuere uns.
Lass uns ablegen, was welk geworden ist in unserem Leben
und erfülle uns mit Deiner Lebenskraft.
Amen
Lied: Gott gab uns Atem – EG 432
1. Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn.
2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören. Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön.
3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln. Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.
Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn.
Lesung des Predigttextes: Apostelgeschichte 17, 22-34
Paulus stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind. Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts. Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht. Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat. Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, begannen die einen zu spotten; die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber ein andermal weiterhören. So ging Paulus weg aus ihrer Mitte. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig; unter ihnen war auch Dionysius, einer aus dem Rat, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Gott mittendrin und überall. Das ist eine richtig gute Botschaft!
Zur Zeit hat es Kirche ja nicht gerade leicht. Nicht nur wegen Corona. Grundsätzlich ist gerade nicht so richtig die Zeit für Kirche. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass in 10 Jahren die etablierten Kirchen, also auch unsere Landeskirche, etwa 30% weniger Mitglieder haben werden – genauso auch etwa 30% weniger Pfarrerinnen und Pfarrer. Das hat verschiedene Gründe. Natürlich die grundsätzliche Entwicklung der Bevölkerung – es kommen einfach nicht so viele Junge nach. Dann aber auch ein gesellschaftlicher Wandel, bei dem Glaubensthemen mehr im Privaten als im öffentlichen Raum besprochen werden. Außerdem verlieren zur Zeit Institutionen grundsätzlich an Bedeutung. Ganz sicher haben auch wir, die wir Teil der unsichtbaren Kirche und der Institution sind, auf diesen Wandel nicht gut genug reagiert. Wir sind nicht gut mitgekommen mit der enormen Ausdifferenzierung unserer Gesellschaft.
Gott ist mittendrin und überall – in ihm leben und weben und sind wir. - Das zu hören tut da richtig gut. Gott kann man gar nicht rausschmeißen aus dieser Welt und aus diesem Leben – selbst, wenn man sich noch so sehr bemüht, weil man nichts von ihm wissen will; selbst, wenn man sich noch so ungeschickt anstellt, weil man nicht die richtigen Veränderungen zur richtigen Zeit in die Wege leitet.
Gott ist mittendrin und überall. Das tut gut, denn es entlastet.
Nicht von der Arbeit, denn das bedeutet ja nicht, dass wir als Kirche nun einfach unsere Hände in den Schoß legen können und warten können, was Gott so macht. Nein, es gilt um so kreativer und intensiver nach Ideen zu suchen und zu schauen: Wo stehen bei uns die Altäre für den unbekannten Gott. Wo sind Menschen ansprechbar für Gott und Glauben. Aber – und das finde ich entlastend – es hängt nicht daran, dass wir „das Richtige“ finden.
Paulus war damals in Athen einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Dieser Altar des unbekannten Gott hat ihn gepackt. Er hat ihn dazu angereizt, von seinem Gott zu erzählen. Von dem Gott, der die Welt erschaffen hat. Von dem Gott, der es nicht nötig hat, dass Menschen ihn mit irgendwelchen Opfern besänftigen, weil er ihnen sonst übel mitspielen könnte. Von dem Gott, der Unrecht zurecht bringt und der nicht nur unser Leben hier begleitet, sondern auch nach dem Tod noch für uns da sein will.
Manche hat das damals zum Spott angeregt – so ist es sicher auch heute noch. Aber es sind auch einige mitgegangen. Warum sollte das heute nicht auch so sein?
Amen
Manche hat das damals zum Spott angeregt – so ist es sicher auch heute noch. Aber es sind auch einige mitgegangen. Warum sollte das heute nicht auch so sein?
Amen
Lied: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder – WW 94
1. Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder, erklingt mit frischem Atem der Gesang.
Da hallen strahlend Dank und Freude wider von all der Stimmen hoffnungsvollem Klang.
Da hallen strahlend Dank und Freude wider von all der Stimmen hoffnungsvollem Klang.
Kehrvers:
Dein Lob, o Gott, du Ursprung und du Ende, es weitet unsre Sinne, unsern Geist.
Wir geben unsern Tag in deine Hände, der du den Weg ins Grenzenlose weist.
Dein Lob, o Gott, du Ursprung und du Ende, es weitet unsre Sinne, unsern Geist.
Wir geben unsern Tag in deine Hände, der du den Weg ins Grenzenlose weist.
2. Wo wir dich loben, leuchten neue Farben. Sie malen hell und bunt die Tage an.
Verblassen müssen Sorgen, Trauer, Narben. In Glanz erscheint, der einzig helfen kann.
Kehrvers
Verblassen müssen Sorgen, Trauer, Narben. In Glanz erscheint, der einzig helfen kann.
Kehrvers
3. Wo wir dich loben, breitet neuer Segen sich über unserm kleinen Leben aus.
Du leuchtest hell voraus auf unsern Wegen, führst auch durch dunkle Täler uns nach Haus.
Kehrvers
Du leuchtest hell voraus auf unsern Wegen, führst auch durch dunkle Täler uns nach Haus.
Kehrvers
Fürbitten und Vaterunser:
Es ist gut, Dich zu loben, Gott und von Dir zu erzählen,
von Deiner Treue, von Deiner Hilfe, von dem Wunder des Lebens.
Wir bitten Dich für Deine Kirche, Gott,
sie braucht Dich und Deinen Geist, braucht Dich mittendrin.
Wir bitten Dich für alle, die Dich suchen,
lass sie Dich finden und hilf uns, sie bei ihrer Suche zu unterstützen.
Für alle, die die Suche aufgegeben haben, bitten wir Dich:
Begleite sie und hilf uns, die richtigen Worte zu finden.
Für alle, denen das Leben schwer zusetzt
und die an dieser Welt zu verzweifeln drohen, bitten wir:
Stärke sie und hilf uns, für sie einzutreten.
von Deiner Treue, von Deiner Hilfe, von dem Wunder des Lebens.
Wir bitten Dich für Deine Kirche, Gott,
sie braucht Dich und Deinen Geist, braucht Dich mittendrin.
Wir bitten Dich für alle, die Dich suchen,
lass sie Dich finden und hilf uns, sie bei ihrer Suche zu unterstützen.
Für alle, die die Suche aufgegeben haben, bitten wir Dich:
Begleite sie und hilf uns, die richtigen Worte zu finden.
Für alle, denen das Leben schwer zusetzt
und die an dieser Welt zu verzweifeln drohen, bitten wir:
Stärke sie und hilf uns, für sie einzutreten.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Mit Freuden zart zu dieser Fahrt – EG 108, 1,(2),3
1. Mit Freuden zart zu dieser Fahrt lasst uns zugleich fröhlich singen,
beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen.
Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist,
welchs er lässt reichlich verkünden.
beid, groß und klein, von Herzen rein mit hellem Ton frei erklingen.
Das ewig Heil wird uns zuteil, denn Jesus Christ erstanden ist,
welchs er lässt reichlich verkünden.
3. Singt Lob und Dank mit freiem Klang unserm Herrn zu allen Zeiten
und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten:
so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not,
zur ewgen Freude geleiten.
und tut sein Ehr je mehr und mehr mit Wort und Tat weit ausbreiten:
so wird er uns aus Lieb und Gunst nach unserm Tod, frei aller Not,
zur ewgen Freude geleiten.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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