Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 95 – WW 944
Der HERR ist mein Licht und mein Heil; *
vor wem sollte ich mich fürchten?
vor wem sollte ich mich fürchten?
Der HERR ist meines Lebens Kraft; *
vor wem sollte mir grauen?
vor wem sollte mir grauen?
HERR, höre meine Stimme, wenn ich rufe; *
sei mir gnädig und antworte mir!
sei mir gnädig und antworte mir!
Mein Herz hält dir vor dein Wort: „Ihr sollt mein Antlitz suchen.“ *
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, *
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!
verstoße nicht im Zorn deinen Knecht!
Denn du bist meine Hilfe; verlass mich nicht *
und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!
und tu die Hand nicht von mir ab, du Gott meines Heils!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, *
aber der HERR nimmt mich auf.
aber der HERR nimmt mich auf.
HERR, weise mir deinen Weg *
und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
und leite mich auf ebener Bahn um meiner Feinde willen.
Gib mich nicht preis dem Willen meiner Feinde! *
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht.
Denn es stehen falsche Zeugen wider mich auf und tun mir Unrecht.
Ich glaube aber doch, dass ich sehen werde *
die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.
die Güte des HERRN im Lande der Lebendigen.
Harre des HERRN! *
Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Du machst mein Leben hell, wenn es dunkel ist,
sprichst mich an, wenn ich mich verrannt habe,
reichst mir Deine Hand, wenn ich gefallen bin und hilfst mir auf.
Ich weiß es und halte an Dir fest.
Doch ich warte. Ich warte auf deine Lebenskraft. - Ich will leben.
Lass mich nicht zu lange warten.
Amen
sprichst mich an, wenn ich mich verrannt habe,
reichst mir Deine Hand, wenn ich gefallen bin und hilfst mir auf.
Ich weiß es und halte an Dir fest.
Doch ich warte. Ich warte auf deine Lebenskraft. - Ich will leben.
Lass mich nicht zu lange warten.
Amen
Lied: Da wohnt ein Sehnen – WW 116
Kehrvers: Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.
In Krankheit, im Tod, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Krankheit, im Tod, sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Lesung des Predigttextes: Johannes 7,37-39
Es war am letzten, dem höchsten Tag des Laubhüttenfestes, da stand Jesus auf und rief: Wen dürstet, der soll zu mir kommen und es soll trinken, wer an mich glaubt. Wie die Schrift sagte: Ströme lebendigen Wassers werden aus seinem Inneren fließen.
Das sagte er aber vom Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Das sagte er aber vom Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Nach dem Regen der letzten Tage ist der Boden im Garten wieder ganz gut bewässert. Wenn jetzt noch die Eisheiligen vorbei sind, dann kann es dort so richtig losgehen. Endlich können auch die letzten Tomaten, Paprika und Auberginenpflanzen, die noch in den Töpfchen warten, ins Beet. Es ist eine Zeit des Übergangs. Im Grunde ja nicht nur im Garten, sondern auch ganz allgemein. Zunehmend wird es wärmer, wir können immer mehr ins Freie verlegen und so hoffen wir auf Veränderung.
Noch aber hängen wir irgendwie dazwischen.
Heute und hier sind wir da ganz richtig. Dazwischen - das ist er nämlich immer dieser Sonntag Exaudi. Er hängt nicht nur irgendwo zwischen Frühling und Frühsommer, er hängt zwischen Himmelfahrt und Pfingsten. Einerseits ist mit diesem Sonntag klar: Jesus, Gott ist nicht mehr als Mensch hier auf dieser Erde. Andererseits hat er doch versprochen immer da zu sein, hat seinen Geist versprochen, hat versprochen, dass wir übersprudeln werden und seine Lebendigkeit auch uns lebendig machen wird.
Dazwischen ist es immer ein wenig unangenehm. Das Alte ist nicht mehr. Das, was kommt - oder zumindest kommen soll -, klingt manchmal so vielversprechend, dass ich gerne schon dort wäre. Dazwischen ist immer so viel unklar, so vieles in der Schwebe, so vieles in Bewegung. So ist gefühlt alles besser als das unangenehme und anstrengende Dazwischen. Es ist ja auch einerseits seltsam leer und andererseits ganz dicht zusammengedrängt. „Der Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.“, lesen wir im Johannesevangelium.
Wenn der Evangelist Johannes von „Verherrlichung“ spricht, dann meint er nicht einfach – wie man es vielleicht erwarten würde - die Auferstehung Jesu. Er verbindet die Verherrlichung meist mit Jesu Leiden und Tod. Die Auferstehung gehört da für ihn ganz selbstverständlich dazu, aber sie ist mehr eine Folge als das Ziel. Johannes denkt Tod und Auferstehung ganz dicht zusammen.
Ich glaube, ihm ist es wichtig, den Tod Jesu nicht nur als unangenehme Nebenwirkung der Auferstehung zu sehen. Auch der Tod ist ja in unserer Vorstellung meist eher so ein Dazwischen – ein Dazwischen zwischen dem Leben hier in dieser Welt und dem Leben in Gottes Reich. Und dieses Dazwischen mit all seinen unangenehmen Seiten schiebt Johannes nicht einfach weg. Es geht ja auch nicht. Dazu ist es eine zu ernste Sache. Für ihn ist es eher so: Wenn Jesus stirbt, dann begegnet Gott dem Tod. Er weicht dem Tod nicht aus, hält ihn vielmehr aus und lässt sich so in seinem Innersten vom Tod betreffen. Das verändert den Tod und er wird so zu einer Quelle des Lebens. Der Tod ist nun nicht mehr gottlos. Selbst im Tod, selbst dort, wo Leben unmöglich scheint, begegnen wir dem Gott des Lebens. Johannes beschreibt das mit Worten aus der Tradition so: „Ströme lebendigen Wassers werden aus seinem Inneren fließen“.
Dazwischen ist es unangenehm. Irgendwie ist da eine Leere, denn das Alte fehlt. Nicht immer, aber oft lohnt es sich, das Dazwischen nicht einfach wegzuschieben, sondern es ernst zu nehmen und einfach diesen Zwischenzustand so sein zu lassen und nicht schon in der Zukunft zu leben.
Oft nehmen wir nur die Leere wahr, aber manchmal ist da ja auch eine Dichte in diesem Dazwischen, bei der es sich lohnt, sie wahrzunehmen. Diese Dichte hat dann oft eine große Lebenskraft. Sie kann hinführen zu Neuem, kann dem, was kommen wird, eine besondere Kraft geben, kann öffnen für Gottes Geist.
Amen
Amen
Lied: Leben aus der Quelle – WW 66
1. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
2. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
3. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens.
Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Fürbitten und Vaterunser:
Manchmal bin ich voller Kraft.
Habe das Gefühl, ich könnte Berge versetzen.
Dann weiß ich: Du bist bei mir.
Habe das Gefühl, ich könnte Berge versetzen.
Dann weiß ich: Du bist bei mir.
Manchmal sind es Zweifel, in denen ich hänge, Gott.
Was ist schon sicher in dieser Welt, in meinem Leben.
Sei Du in meinem Zweifel.
Ein anderes Mal lähmt mich die Angst.
Da ist so viel Hass und mutwilliges Zerstören, Streit und Krieg.
Sei Du in meiner Angst.
Was ist schon sicher in dieser Welt, in meinem Leben.
Sei Du in meinem Zweifel.
Ein anderes Mal lähmt mich die Angst.
Da ist so viel Hass und mutwilliges Zerstören, Streit und Krieg.
Sei Du in meiner Angst.
Manchmal habe ich keinen Mut mehr.
Da wird mir alles zu viel. Ich sehe kein Ende, kein Licht mehr.
Sei Du in meiner Finsternis.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: O komm, du Geist der Wahrheit – EG 136, 1.2.4
1. O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, /
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. /
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, /
dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. /
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, /
dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.
2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt: /
komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. /
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit /
die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.
komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. /
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit /
die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.
4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, /
ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, /
trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum /
zu preisen und zu loben das Evangelium.
ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, /
trotz aller Feinde Toben, trotz allem Heidentum /
zu preisen und zu loben das Evangelium.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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