Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 48 – WW 922
Groß ist der HERR und hoch zu rühmen *
in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
Schön ragt empor sein Gipfel, *
daran sich freut die ganze Welt.
daran sich freut die ganze Welt.
Wie wir‘s gehört haben, so sehen wir‘s *
an der Stadt des HERRN Zebaoth,
an der Stadt des HERRN Zebaoth,
an der Stadt unsres Gottes: *
Gott erhält sie ewiglich.
Gott erhält sie ewiglich.
Gott, wir gedenken deiner Güte *
in deinem Tempel.
in deinem Tempel.
Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm *
bis an der Welt Enden.
bis an der Welt Enden.
Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit. *
Es freue sich der Berg Zion,
Es freue sich der Berg Zion,
und die Töchter Juda seien fröhlich *
um deiner Rechte willen.
um deiner Rechte willen.
Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn, *
zählt seine Türme;
zählt seine Türme;
habt gut acht auf seine Mauern, /
durchwandert seine Paläste, *
dass ihr den Nachkommen davon erzählt:
durchwandert seine Paläste, *
dass ihr den Nachkommen davon erzählt:
Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig. *
Er ist‘s, der uns führet.
Er ist‘s, der uns führet.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Dich brauche ich, Gott –
müde und verstrickt wie ich bin in eigene Fehler und die anderer.
überrollt wie ich bin von der Gegenwart –
ohne Kraft, mich zu wehren, ohne Mut, zu gestalten.
Stärke meinen Glauben, schenke mir Kraft
und Menschen, die es gut mit mir meinen. Amen
müde und verstrickt wie ich bin in eigene Fehler und die anderer.
überrollt wie ich bin von der Gegenwart –
ohne Kraft, mich zu wehren, ohne Mut, zu gestalten.
Stärke meinen Glauben, schenke mir Kraft
und Menschen, die es gut mit mir meinen. Amen
Lied: Sonne der Gerechtigkeit – EG 262, 1.2.5.6
1. Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.
brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.
2. Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit,
dass sie deine Stimme hört, sich zu deinem Wort bekehrt. Erbarm dich, Herr.
dass sie deine Stimme hört, sich zu deinem Wort bekehrt. Erbarm dich, Herr.
5. Gib den Boten Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
und lass reiche Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen sä'n. Erbarm dich, Herr.
und lass reiche Frucht aufgehn, wo sie unter Tränen sä'n. Erbarm dich, Herr.
6. Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Erbarm dich, Herr.
und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Erbarm dich, Herr.
Lesung des Predigttextes: Matthäus 5, 13-16
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
„Ach wissen Sie, eigentlich war es nichts Besonderes – ein ganz normales Leben eben“, sagen Paare manchmal, wenn sie Goldene Hochzeit feiern und ich sie bitte, aus ihrem Leben zu erzählen. Auch bei der Vorbereitung auf Beerdigungen habe ich von Angehörigen schon ähnliche Sätze gehört.
Aber wenn sie dann erzählen, stellen wir fest: Das Leben war alles andere als fad. Oft war sogar eine ganze Menge Würze drin.
Nicht alles war schön – auch im Rückblick nicht. Manches war sogar richtig bitter und es hat eine ganze Weile gebraucht, bis man sich davon erholt hatte. Anderes aber war einfach nur gut. Man konnte lange davon zehren und im Rückblick ist da große Dankbarkeit.
Ihr seid das Salz der Erde.
Salz an sich schmeckt natürlich nicht. Schon bei einer kleinen Priese Salz pur verziehen wir den Mund. Aber wenn eine Priese Salz zu guten Zutaten getan wird, kommt der Geschmack des Gerichtes so richtig zur Geltung.
Salz wirkt also nicht an sich. Es hebt hervor und stärkt, was eh schon da ist.
Eine der großen Lebensfragen ist ja: Wie kommt die richtige Würze hinein? - Ihr seid das Salz der Erde. Das könnte dann heißen: Im Grunde ist die Würze in jedem Leben schon da – man muss sie nur entdecken. Dabei könnt Ihr helfen. Nicht, weil ihr besonders toll seid und schon alles wisst. Ihr fühlt Euch vielleicht gar nicht so stark im Glauben, manchmal viel zu sanftmütig, oder habt schon viel mitgemacht im Leben. Vielleicht seid ihr voller Trauer oder habt große Sehnsucht nach Leben, aber Ihr wisst doch: All das sieht in Gottes Licht anders aus.
„Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“, sagt Jesus (Mt 5,3-6)
„Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.“, sagt Jesus (Mt 5,3-6)
Ihr wisst: Leben sieht im Lichte Gottes anders aus. Da gelten andere Regeln als wir sie uns in dieser Welt oft machen. Was schwach wirkt, hat plötzlich starke Auswirkungen, wer offen durchs Leben geht, findet, was er sucht und Trauer wird zu einer bewegenden Kraft. Weil Ihr das wisst, könnt Ihr Euer Leben – so, wie es eben ist - im Lichte Gottes betrachten. Das entlastet einerseits, weil ihr nicht irgendwas sein müsst, was ihr gar nicht seid und bringt andererseits auch die richtige Würze ins Leben, weil es so nie langweilig wird.
Ihr seid das Salz der Erde – ihr seid das Licht der Welt.
Wie? Ihr sagt noch immer: Für mich ist das schon recht, aber meine Werke sind bestimmt nicht immer gut. Ich kann das doch gar nicht.
Bitte stellt Euer Licht nicht unter den Scheffel! Bitte stellt Gottes Licht nicht unter den Scheffel. Es leuchtet ganz von selbst. Das einzige, was Ihr tun müsst, ist es leuchten zu lassen.
Ja, es wird nicht immer alles golden glänzen, was da leuchtet, aber die anderen Schwachen müssen doch auch wissen, dass darin eine große Stärke liegt, wenn man zu seiner Schwäche steht, dass sich zwar niemand Trauer wünscht, sie aber eine große Lebenskraft sein kann, dass die Würze des Lebens im Leben selbst steckt.
Vielleicht hilft ja ein Gedicht von Wolfgang Borchert. Er schreibt:
Ich möchte Leuchtturm sein / in Nacht und Wind, / für Dorsch und Stint, / für jedes Boot - / und bin doch selbst / ein Schiff in Not.
Amen
Amen
Lied: Ihr seid das Salz – WW 58, 1-3
Kehrvers:
Ihr seid das Salz, das Salz der Erde. Die kleine Herde ist wirksam in der Welt.
Ihr seid das Licht und Salz der Erde. Bewahrt euch diese Werte, damit ihr nichts verfehlt.
Ihr seid das Salz, das Salz der Erde. Die kleine Herde ist wirksam in der Welt.
Ihr seid das Licht und Salz der Erde. Bewahrt euch diese Werte, damit ihr nichts verfehlt.
1. Gott sagt zu euch: Ihr seid nicht halb so fade wie mancher meint.
Er schreibt in euch auf krummen Linien grade, auch wenn es nicht so scheint.
Er schreibt in euch auf krummen Linien grade, auch wenn es nicht so scheint.
2. Gott sprach und schuf und schenkte euch das Leben, so reich und schön.
Er fragt und sucht nach dem, was er gegeben. Was ist davon zu sehn?
Er fragt und sucht nach dem, was er gegeben. Was ist davon zu sehn?
3. Gott traut euch zu die Zukunft zu gestalten in allem, was ihr tut.
Er will und wird sein Reich in euch entfalten, und das macht Mut.
Er will und wird sein Reich in euch entfalten, und das macht Mut.
Fürbitten und Vaterunser:
Du, Gott, lässt uns die Würze in unserem Leben spüren und machst das Dunkel hell. Dafür danken wir dir.
Schenke uns den Mut, anderen in den dunklen Stunden ihres Lebens beizustehen.
Lass uns von Dir erzählen, dass andere Orientierung finden und die Würze in ihrem Leben wahrnehmen.
An die Menschen, die durch Hochwasser und Überschwemmung vor dem Nichts stehen, Hab und Gut, liebe Menschen verloren haben, denken wir vor dir und bitten Dich: Sei da. Stärke diese Menschen und alle Helfenden.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
Schenke uns den Mut, anderen in den dunklen Stunden ihres Lebens beizustehen.
Lass uns von Dir erzählen, dass andere Orientierung finden und die Würze in ihrem Leben wahrnehmen.
An die Menschen, die durch Hochwasser und Überschwemmung vor dem Nichts stehen, Hab und Gut, liebe Menschen verloren haben, denken wir vor dir und bitten Dich: Sei da. Stärke diese Menschen und alle Helfenden.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Nächstes Jahr – WW 183, 1.2
1. Nächstes Jahr, du wirst sehn, verbringen wir die Tage ohne Angst, froh und frei vor dem Haus.
Kinder spieln um uns her, befreit von Angst und Schrecken, und am. Himmel ziehn Vögel dahin.
Kinder spieln um uns her, befreit von Angst und Schrecken, und am. Himmel ziehn Vögel dahin.
Kehrvers:
Nächstes Jahr, du wirst sehn, ist vorbei aller Krieg und der Friede kehrt ein in dein Herz.
Nächstes Jahr, du wirst sehn, ist vorbei aller Krieg und der Friede kehrt ein in dein Herz.
Nächstes Jahr, du wirst sehn, ist vorbei aller Krieg und der Friede kehrt ein in dein Herz.
Nächstes Jahr, du wirst sehn, ist vorbei aller Krieg und der Friede kehrt ein in dein Herz.
2. Traubenschwer, ährenreich, gebiert die Mutter Erde Jahr um Jahr ihre Frucht, die uns nährt.
Was wir sehn, was wir hörn, macht froh und lässt uns leben. Alles Leid ist verweht wie vom Wind.
Was wir sehn, was wir hörn, macht froh und lässt uns leben. Alles Leid ist verweht wie vom Wind.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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Quelle: Severine Plöse, Ev. Kirchengemeinde Ettenheim
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