Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 107 I – WW 953.1
Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, *
und seine Güte währet ewiglich.
und seine Güte währet ewiglich.
So sollen sagen, die erlöst sind durch den HERRN, *
die er aus der Not erlöst hat,
die er aus der Not erlöst hat,
die er aus den Ländern zusammengebracht hat *
von Osten und Westen, von Norden und Süden.
von Osten und Westen, von Norden und Süden.
Die irregingen in der Wüste, auf ungebahntem Wege, *
und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,
und fanden keine Stadt, in der sie wohnen konnten,
die hungrig und durstig waren *
und deren Seele verschmachtete,
und deren Seele verschmachtete,
die dann zum HERRN riefen in ihrer Not *
und er errettete sie aus ihren Ängsten
und er errettete sie aus ihren Ängsten
und führte sie den richtigen Weg, *
dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:
dass sie kamen zur Stadt, in der sie wohnen konnten:
Die sollen dem HERRN danken für seine Güte /
und für seine Wunder, *
die er an den Menschenkindern tut,
und für seine Wunder, *
die er an den Menschenkindern tut,
dass er sättigt die durstige Seele *
und die Hungrigen füllt mit Gutem.
und die Hungrigen füllt mit Gutem.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Ewiger Gott,
in dunklen Tagen vermissen wir deine Nähe.
In schwieriger Zeit bist du uns fremd und verborgen.
Vergib uns, wenn unser Vertrauen so kurz und schwach ist.
Stärke unseren Glauben, unsere Gemeinschaft
und die Freude an Deinem Wort.
Amen
in dunklen Tagen vermissen wir deine Nähe.
In schwieriger Zeit bist du uns fremd und verborgen.
Vergib uns, wenn unser Vertrauen so kurz und schwach ist.
Stärke unseren Glauben, unsere Gemeinschaft
und die Freude an Deinem Wort.
Amen
(Gerhard Engelsberger)
Lied: Himmel, Erde, Luft und Meer – EG 504,
1. Himmel, Erde, Luft und Meer zeugen von des Schöpfers Ehr;
meine Seele, singe du, bring auch jetzt dein Lob herzu.
2. Seht das große Sonnenlicht, wie es durch die Wolken bricht;
auch der Mond, der Sterne Pracht jauchzen Gott bei stiller Nacht.
6. Ach mein Gott, wie wunderbar stellst du dich der Seele dar!
Drücke stets in meinen Sinn, was du bist und was ich bin.
Lesung des Predigttextes: 1. Könige 17, 1-16
Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab: So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
Da kam das Wort des Herrn zu ihm: Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach. Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande. Da kam das Wort des Herrn zu ihm: Mach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich versorge.
Da kam das Wort des Herrn zu ihm: Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich dort versorgen sollen. Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn und setzte sich nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends, und er trank aus dem Bach. Und es geschah nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete; denn es war kein Regen im Lande. Da kam das Wort des Herrn zu ihm: Mach dich auf und geh nach Sarepta, das zu Sidon gehört, und bleibe dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dass sie dich versorge.
Und er machte sich auf und ging nach Sarepta. Und als er an das Tor der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, dass ich trinke! Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe mir auch einen Bissen Brot mit! Sie sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe nichts Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Und siehe, ich habe ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe heim und will’s mir und meinem Sohn zubereiten, dass wir essen – und sterben. Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach’s, wie du gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe mir’s heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas backen. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf den Tag, an dem der Herr regnen lassen wird auf Erden. Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch und ihr Sohn Tag um Tag. Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte nichts nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch Elia.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Das Leben führt uns manchmal seltsame Wege.
Da treffen zwei Menschen aufeinander, die eigentlich so gar nichts miteinander verbindet. Sie kommen aus zwei völlig verschiedenen Welten und müssen nun miteinander klar kommen – irgendwie.
Ja, so führt uns das Leben manchmal seltsame Wege – oder, wie die Bibel es nennen würde: Gott führt uns manchmal seltsame Wege.
Von Elia wird erzählt, dass er sich stark macht für den Gott Israels. Israels König Ahab hatte Isebel geheiratet, eine Sidoniterin. In Sidon wird der Fruchtbarkeitsgott Baal verehrt, so bringt sie auch ihren Gott mit nach Israel und die Frage stellt sich: Wwelcher Gott ist denn nun der „richtige“? Welcher Gott bringt Leben?
Die Antwort der Bibel ist: Baal jedenfalls nicht, denn mit diesem angeblichen Fruchtbarkeitsgott kommt eine Dürre.
Welche Auswirkungen solche Wetterphänomene haben, können wir derzeit täglich in den Nachrichten lesen, hören, sehen – mit den Unwettern der letzten Woche ist es uns auch recht nah gekommen. Schlimm genug, aber zumindest wird hier in Deutschland niemand an den Folgen verhungern. Damals – wie auch heute in anderen Teilen der Erde – ist das ein Ernst zu nehmendes Problem. Und es trifft immer die falschen – nie die Machthaber, nie die Verantwortlichen. Es trifft immer die Schwachen, die halt sowieso schon schlechte Grundvoraussetzungen haben. Es trifft immer die, die wahrhaftig sind und für Recht und Gerechtigkeit eintreten.
Die Erzählung von Elia am Bach Krit und bei der Witwe von Sarepta macht deutlich: Beim Gott Israels ist das anders. Dieser Gott kümmert sich um die, die für ihn eintreten und zwar im Übermaß, denn Elia bekommt am Bach Krit sowohl Brot als auch Fleisch in ordentlicher Menge. Und er kümmert sich auch um die Witwen und Weisen. Die Witwe und ihr Sohn kommen dank Elia durch diese Dürrezeit. Sie bleiben am Leben.
Dass diese Witwe ausgerechnet im Heimatland der Königin Isebel lebt und damit eigentlich selbst eine Anhängerin Baals sein müsste, macht diese Erzählung sehr charmant.
Nein, dieser Gott kümmert sich nicht nur um die Seinen. Die ganze Welt liegt ihm am Herzen – sogar die, die eigentlich gegen ihn sind. Das Verhältnis von Elia und der Witwe wirkt in der Erzählung etwas spröde und distanziert – ein Zweckbündnis halt, aber manchmal braucht es halt auch solche Zweckbündnisse und wer sich darauf einlässt, der kann durchaus gewinnen.
Ja, dieser Gott führt manchmal seltsame Wege, aber auch wenn das im ersten Moment ein komisches Gefühl ist: Wer mutig die Wege dieses Gottes beschreitet, der wird Leben. Das ist ganz klar! Amen
Lied: Wir haben Gottes Spuren festgestellt – EG 665, 1-3
1. Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstraßen,
Liebe und Wärme in der kalten Welt, Hoffnung, die wir fast vergaßen.
Kehrvers:
Zeichen und Wunder sahen wir geschehn in längst vergangnen Tagen,
Gott wird auch unsre Wege gehn, uns durch das Leben tragen.
2. Blühende Bäume haben wir gesehn, wo niemand sie vermutet,
Sklaven, die durch das Wasser gehn, das die Herren überflutet.
3. Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz, hörten, wie Stumme sprachen, durch tote Fensterhöhlen kam ein Glanz, Strahlen, die die Nacht durchbrachen.
Fürbitten und Vaterunser:
Gott des Lebens,
Du sorgst für uns und stärkst die, die schwach sind.
Das zu wissen ist gut.
Das Hochwasser der letzten Tage hat so vieles zerstört.
Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Einige sogar ihr Leben.
Hilf uns, unsere Grenzen zu sehen und unsere Lebensweise zu überdenken.
Corona und die Maßnahmen zur Eindämmung haben viel Vertrauen zerstört.
Lass die Gräben zwischen unterschiedlichen Positionen und Vorstellungen nicht noch größer werden.
Lass uns Verständnis füreinander suchen und Ängste überwinden.
Schenke uns Vertrauen ins Leben.
Wir bitten Dich: Führe gerade dort Menschen zusammen, wo die Unterschiede unüberbrückbar scheinen.
Du sorgst für uns und stärkst die, die schwach sind.
Das zu wissen ist gut.
Das Hochwasser der letzten Tage hat so vieles zerstört.
Viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren. Einige sogar ihr Leben.
Hilf uns, unsere Grenzen zu sehen und unsere Lebensweise zu überdenken.
Corona und die Maßnahmen zur Eindämmung haben viel Vertrauen zerstört.
Lass die Gräben zwischen unterschiedlichen Positionen und Vorstellungen nicht noch größer werden.
Lass uns Verständnis füreinander suchen und Ängste überwinden.
Schenke uns Vertrauen ins Leben.
Wir bitten Dich: Führe gerade dort Menschen zusammen, wo die Unterschiede unüberbrückbar scheinen.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Verleih und Frieden gnädiglich – WW 202
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsren Zeiten.
Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten,
denn du, unser Gott, alleine, denn du, unser Gott, alleine.
Es ist doch ja kein andrer nicht, der für uns könnte streiten,
denn du, unser Gott, alleine, denn du, unser Gott, alleine.
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Halleluja, Kyrie eleison: Herr Gott, erbarme dich!
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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