Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 73 – WW 933
Gott ist dennoch Israels Trost *
für alle, die reinen Herzens sind.
für alle, die reinen Herzens sind.
Ich aber wäre fast gestrauchelt mit meinen Füßen; *
mein Tritt wäre beinahe geglitten.
mein Tritt wäre beinahe geglitten.
Denn ich ereiferte mich über die Ruhmredigen, *
da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging.
da ich sah, dass es den Frevlern so gut ging.
Sie höhnen und reden böse, *
sie reden und lästern hoch her.
sie reden und lästern hoch her.
Was sie reden, das soll vom Himmel herab geredet sein; *
was sie sagen, das soll gelten auf Erden.
was sie sagen, das soll gelten auf Erden.
Darum läuft ihnen der Pöbel zu *
und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen.
und schlürft ihr Wasser in vollen Zügen.
Dennoch bleibe ich stets an dir; *
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,
du leitest mich nach deinem Rat *
und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Wenn ich nur dich habe, *
so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, *
so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Dranbleiben – ja das wäre gut.
Dranbleiben an der lebendigen Quelle, die Du mir bist.
Dranbleiben an der Hilfe, die Du mir zuteil werden lässt.
Dranbleiben an deinem Schutz und Segen.
Das wär‘s!
Amen
Dranbleiben an der lebendigen Quelle, die Du mir bist.
Dranbleiben an der Hilfe, die Du mir zuteil werden lässt.
Dranbleiben an deinem Schutz und Segen.
Das wär‘s!
Amen
Lied: Lob Gott getrost mit Singen – EG 243, 1.2.6
1. Lob Gott getrost mit Singen, frohlock, du christlich Schar!
Dir soll es nicht misslingen, Gott hilft dir immerdar.
Ob du gleich hier musst tragen viel Widerwärtigkeit,
sollst du doch nicht verzagen; er hilft aus allem Leid.
Dir soll es nicht misslingen, Gott hilft dir immerdar.
Ob du gleich hier musst tragen viel Widerwärtigkeit,
sollst du doch nicht verzagen; er hilft aus allem Leid.
2. Dich hat er sich erkoren, durch sein Wort auferbaut,
bei seinem Eid geschworen, dieweil du ihm vertraut,
dass er deiner will pflegen in aller Angst und Not,
dein Feinde niederlegen, die schmähen dich mit Spott.
bei seinem Eid geschworen, dieweil du ihm vertraut,
dass er deiner will pflegen in aller Angst und Not,
dein Feinde niederlegen, die schmähen dich mit Spott.
6. Gott solln wir fröhlich loben, der sich aus großer Gnad
durch seine milden Gaben uns kundgegeben hat.
Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit
und unser freundlich walten hier und in Ewigkeit.
durch seine milden Gaben uns kundgegeben hat.
Er wird uns auch erhalten in Lieb und Einigkeit
und unser freundlich walten hier und in Ewigkeit.
Lesung des Predigttextes: Lukas 5,1-11
Es begab sich aber, als sich die Menge zu Jesus drängte, zu hören das Wort Gottes, da stand er am See Genezareth. Und er sah zwei Boote am Ufer liegen; die Fischer aber waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Da stieg er in eines der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Land wegzufahren. Und er setzte sich und lehrte die Menge vom Boot aus. Und als er aufgehört hatte zu reden, sprach er zu Simon: Fahre hinaus, wo es tief ist, und werft eure Netze zum Fang aus! Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen. Und als sie das taten, fingen sie eine große Menge Fische und ihre Netze begannen zu reißen. Und sie winkten ihren Gefährten, die im andern Boot waren, sie sollten kommen und ihnen ziehen helfen. Und sie kamen und füllten beide Boote voll, sodass sie fast sanken. Da Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sprach: Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch. Denn ein Schrecken hatte ihn erfasst und alle, die mit ihm waren, über diesen Fang, den sie miteinander getan hatten, ebenso auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, Simons Gefährten. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fangen. Und sie brachten die Boote ans Land und verließen alles und folgten ihm nach.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Mehr „in die Tiefe“ sollte die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei ihrem EM-Spiel gegen England spielen – und das haben sie auch getan. Gewonnen haben sie deshalb am Ende zwar nicht, aber es war ein lebendiges Spiel. Die Tiefe hat Möglichkeiten eröffnet, interessante Spielzüge und durchaus gefährliche Torchancen – leider eben auch für die Gegner.
„Fahre hinaus, wo es tief ist“, fordert Jesus Petrus auf.
„Tiefe“ hat etwas Anziehendes und Erschreckendes zugleich.
Sie ist gefährlich, denn man kann ein Spiel verlieren, oder im Wasser eben den Boden unter den Füßen.
Petrus erschrickt bei dem, was er in der Tiefe entdeckt, richtiggehend über sich selbst: „Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch.“
Er war wohl nicht dran geblieben, hat irgendwie den Kontakt zu Gott verloren, ist wohl mehr an der Oberfläche des Lebens geblieben, statt in die Tiefe zu gehen.
Oft ist es ja der ganz normale Alltag, der uns daran hindert.
Eigentlich ja verrückt: Um nicht von der Fülle der Aufgaben in die Tiefe gerissen zu werden, arbeite ich einfach eine Aufgabe nach der anderen schematisch ab und denke mir nicht mehr viel dabei. Um nicht zu sehr von den Problemen anderer überschwemmt zu werden, grenze ich mich ab.
Doch so bleibt es oft auch dort an der Oberfläche, wo mir die Tiefe gut tun würde, wo ich beschenkt werden könnte, wo sich neue Lebensperspektiven auftun könnten.
Eigentlich ja verrückt: Um nicht von der Fülle der Aufgaben in die Tiefe gerissen zu werden, arbeite ich einfach eine Aufgabe nach der anderen schematisch ab und denke mir nicht mehr viel dabei. Um nicht zu sehr von den Problemen anderer überschwemmt zu werden, grenze ich mich ab.
Doch so bleibt es oft auch dort an der Oberfläche, wo mir die Tiefe gut tun würde, wo ich beschenkt werden könnte, wo sich neue Lebensperspektiven auftun könnten.
Fahre hinaus, wo es tief ist.
Das macht kein Mensch! Es widerspricht dem üblichen Vorgehen und so wehrt sich auch Petrus zunächst dagegen: „Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen, aber auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.“
Irgendwie bleibt Petrus nun doch dran.
Es ist, wie wenn Jesus Petrus wieder mit hineingenommen hat – nicht nur ins Boot. Die, die am Rande sind, am Ufer des Sees, die, die „ausgestiegen“ waren, sitzen plötzlich wieder mittendrin, wenn Jesus von Gott erzählt. Sie lassen sich auf die Tiefe ein und werden überreich belohnt. Am Ende eröffnen sich für sie ganz neue Perspektiven. Statt Fische fischen sie nun Menschen.
Ja, anders geht es wohl nicht. Wenn es lebendig zugehen soll in meinem Leben, dann muss ich wohl dranbleiben. Auch ich darf mich von Jesus neu hineinnehmen lassen, Auf sein Wort hören, mich von ihm stärken und ermutigen lassen: Fahre hinaus, wo es tief ist.
Mal sehen, welche Überraschung da auf mich wartet.
Amen
Lied: Ich lobe meinen Gott – EG 272
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Erzählen will ich von all seinen Wundern und singen seinem Namen.
Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen.
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja!
Ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. Halleluja
Fürbitten und Vaterunser:
Dreieiniger Gott,
wir bitten dich für diese Welt:
Hilf uns, nicht nur an der Oberfläche zu bleiben,
und uns einzulassen aufs Leben –
auf das Glück, auf die Schwierigkeiten, auf einander.
wir bitten dich für diese Welt:
Hilf uns, nicht nur an der Oberfläche zu bleiben,
und uns einzulassen aufs Leben –
auf das Glück, auf die Schwierigkeiten, auf einander.
Für Deine Kirche bitten wir Dich:
Lass uns Dein Wort kraftvoll weitersagen,
dass Menschen hineingenommen und gestärkt werden.
Lass uns Dein Wort kraftvoll weitersagen,
dass Menschen hineingenommen und gestärkt werden.
Für die Menschen, die sich aus dem Leben zurückgezogen haben,
bitten wir dich um neue Perspektiven.
Führe sie in die Tiefe und eröffne ihnen Möglichkeiten,
ihr Leben zu gestalten.
bitten wir dich um neue Perspektiven.
Führe sie in die Tiefe und eröffne ihnen Möglichkeiten,
ihr Leben zu gestalten.
Für die Menschen, die an dieser Welt leiden, bitten wir dich:
Lass sie dranbleiben an Dir und schenke ihnen Mut.
Lass sie dranbleiben an Dir und schenke ihnen Mut.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Vertraut den neuen Wegen – EG 395, 1-3
1. Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen
in das gelobte Land.
2. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit! Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.
3. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
Zum Ausdrucken und Weitergeben:
Gottesdienste vergangener Sonntage finden Sie im Archiv.
