Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 103 – WW 950.2
Lobe den HERRN, meine Seele, *
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
und was in mir ist, seinen heiligen Namen!
Lobe den HERRN, meine Seele, *
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:
der dir alle deine Sünde vergibt *
und heilet alle deine Gebrechen,
und heilet alle deine Gebrechen,
der dein Leben vom Verderben erlöst, *
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,
der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit,
der deinen Mund fröhlich macht *
und du wieder jung wirst wie ein Adler.
und du wieder jung wirst wie ein Adler.
Der HERR schafft Gerechtigkeit und Recht *
allen, die Unrecht leiden.
allen, die Unrecht leiden.
Er hat seine Wege Mose wissen lassen, *
die Kinder Israel sein Tun.
die Kinder Israel sein Tun.
Barmherzig und gnädig ist der HERR, *
geduldig und von großer Güte.
geduldig und von großer Güte.
Er wird nicht für immer hadern *
noch ewig zornig bleiben.
noch ewig zornig bleiben.
Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden *
und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
und vergilt uns nicht nach unsrer Missetat.
Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, *
lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
lässt er seine Gnade walten über denen, die ihn fürchten.
So fern der Morgen ist vom Abend, *
lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
lässt er unsre Übertretungen von uns sein.
Wie sich ein Vater über Kinder erbarmt, *
so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.
so erbarmt sich der HERR über die, die ihn fürchten.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Du kommst auf uns zu, Gott, und richtest uns auf – jeden Morgen neu.
Dafür danken wir Dir und bitten Dich:
Öffne uns jetzt für Dich,
dass wir frei werden zu leben
und einstimmen können in den himmlischen Jubel.
Amen
Dafür danken wir Dir und bitten Dich:
Öffne uns jetzt für Dich,
dass wir frei werden zu leben
und einstimmen können in den himmlischen Jubel.
Amen
Lied: Lobe den Herren, den mächtigen König – EG 316, 1.2.5
1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören. Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören!
2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt; hast du nicht dieses verspüret?
5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen. Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen. Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht. Lob ihn in Ewigkeit. Amen.
Lesung des Predigttextes: Lukas 14,16-24
Jesus sprach: Es war ein Mensch, der machte ein großes Abendmahl und lud viele dazu ein. Und er sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, den Geladenen zu sagen: Kommt, denn es ist schon bereit! Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Und ein andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich. Wieder ein andrer sprach: Ich habe eine Frau geheiratet; darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam zurück und sagte das seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, dass mein Haus voll werde. Denn ich sage euch: Keiner der Männer, die eingeladen waren, wird mein Abendmahl schmecken.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
„Wenn der letzte Satz nicht wäre, wäre diese Geschichte eine andere!“, sagte einmal ein Freund zu mir. „Diesen letzten Satz“, meinte er, „braucht nur der Evangelist Lukas, damit die Geschichte an diese Stelle passt.“ - Ist das vielleicht die Lösung? Schon immer hat mich diese Geschichte einerseits fasziniert und andererseits fand ich: Irgendwas stimmt nicht.
Toll an der Geschichte ist ja, dass da am Ende diejenigen feiern, die sonst meist das Nachsehen haben. Sie werden üblicherweise nicht eingeladen. Sie hat meist niemand im Blick. Selbst könnten sie kein Fest ausrichten. Oftmals reicht das, was sie haben, ja nicht einmal dazu, dass sie selbst satt werden. Nun sind endlich mal sie dran. Das ist doch richtig gut! -
Aber was ist mit denen, die nun nicht kommen?
Offenbar geht es ihnen gut. Sie sind materiell versorgt, können sich einen Acker oder Ochsen kaufen. Sie sind auch nicht allein, was durch denjenigen deutlich wird, der sich Zeit für seine Frau nehmen möchte – bei frisch verliebten ja nichts Ungewöhnliches und schließlich auch sehr wichtig. Sie verpassen das Fest – das ist wirklich schade. Aber für sie würde sich durch das Fest doch auch nicht wirklich viel verändern. Ja, vielleicht wäre es ein schöner Abend – aber eben einfach ein weiterer von vielen. Für diejenigen, die am Ende beim Fest dabei sind, ändert sich eine dagegen Menge!
Möglich gemacht hat das die Absage der ersten Gäste und der Zorn des Hausherrn.
Meist wird gesagt: Der Hausherr ist zornig auf diejenigen, die nicht gekommen sind. Vom letzten Satz her ergibt das auch Sinn. Aber ohne diesen Satz stellt sich die Frage: Handelt er wirklich aus Zorn über die anderen so? Das wäre ja so eine Art kindliche Trotzreaktion. Der Grund seines Zornes könnte ja auch er selbst sein - seine eigene Kurzsichtigkeit.
Bei uns heute hat Zorn keinen guten Ruf. Viele halten Zorn für ungebührlich. Man sagt: Jemand, der zornig ist, hat sich nicht unter Kontrolle. Ich vermute, das liegt daran, dass wir oft Zorn mit blinder Wut verwechseln. Blinde Wut ist in der Tat zerstörerisch. Zorn aber ist eher unangenehm – für diejenigen, die die zornige Reaktion abkriegen – hier also bestimmt für den armen Knecht, der die Absagen überbringen muss. Vor allem aber ist Zorn meist deshalb unangenehm, weil dahinter oft eine Erkenntnis steckt. Der Hausherr merkt: Wieder hätte er nur die eingeladen, die eh schon genug haben. Die Absagen haben ihm im Grunde die Augen geöffnet und ihn auf einen anderen Weg gebracht. Der Zorn steht hier eher für die positive, verändernde Kraft, die in dieser Situation steckt.
Ohne den letzten Satz geht es in dieser Geschichte als nicht so sehr um die verpasste Chance der zuerst Eingeladenen, sondern um die verändernde Kraft Gottes. Feiern für alle und nicht nur für eine ausgewählte Gruppe, die eh schon alles hat. Das klingt gut! Amen
Lied: Leben aus der Quelle – WW 66, 1-3
1. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens. Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr. Und du erforscht mich, veränderst mein Denken, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
2. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens. Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr. Hilfst mir zu schweigen und auf dich zu warten, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
3. Leben aus der Quelle, Leben nur aus dir, Leben aus der Quelle des Lebens. Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr. Willst mich gebrauchen, als Salz für die Erde, nur noch aus dir will ich leben, o Herr.
Fürbitten und Vaterunser:
Lass uns Deine Fülle spüren, Gott,
dass unser Denken weit werde
und wir Ideen haben, die Leben reich machen.
Lass uns Deine Fülle spüren, Gott,
dass unser Fühlen weit werde
und wir spüren, was Not tut.
Lass uns Deine Fülle spüren, Gott,
dass unser Leben weit werde,
und wir so leben, wie Du uns gemacht hast.
dass unser Denken weit werde
und wir Ideen haben, die Leben reich machen.
Lass uns Deine Fülle spüren, Gott,
dass unser Fühlen weit werde
und wir spüren, was Not tut.
Lass uns Deine Fülle spüren, Gott,
dass unser Leben weit werde,
und wir so leben, wie Du uns gemacht hast.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Mögen sich die Wege – WW 71, 1.2
1. Mögen sich die Wege vor deinen Füßen ebnen,
mögest du den Wind im Rücken haben,
und bis wir uns wiedersehn, und bis wir uns wiedersehn,
möge Gott seine schützende Hand über dir halten.
mögest du den Wind im Rücken haben,
und bis wir uns wiedersehn, und bis wir uns wiedersehn,
möge Gott seine schützende Hand über dir halten.
2. Möge warm die Sonne auch dein Gesicht bescheinen,
Regen sanft auf deine Felder fallen
und bis wir uns wiedersehn, und bis wir uns wiedersehn,
möge Gott seine schützende Hand über dir halten.
Regen sanft auf deine Felder fallen
und bis wir uns wiedersehn, und bis wir uns wiedersehn,
möge Gott seine schützende Hand über dir halten.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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