Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: WW 912 - Psalm 32
Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, *
dem die Sünde bedeckt ist!
dem die Sünde bedeckt ist!
Wohl dem Menschen, dem der HERR die Schuld nicht zurechnet, *
in dessen Geist kein Falsch ist!
in dessen Geist kein Falsch ist!
Denn da ich es wollte verschweigen, *
verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.
verschmachteten meine Gebeine durch mein tägliches Klagen.
Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, *
dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird.
dass mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird.
Darum bekannte ich dir meine Sünde, *
und meine Schuld verhehlte ich nicht.
und meine Schuld verhehlte ich nicht.
Ich sprach: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen. *
Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.
Da vergabst du mir die Schuld meiner Sünde.
Deshalb werden alle Heiligen zu dir beten *
zur Zeit der Angst;
zur Zeit der Angst;
darum, wenn große Wasserfluten kommen, *
werden sie nicht an sie gelangen.
werden sie nicht an sie gelangen.
Du bist mein Schirm, du wirst mich vor Angst behüten, *
dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann
dass ich errettet gar fröhlich rühmen kann
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Die Wasserfluten kommen wieder.
Wir sehen ihnen mit Sorge entgegen.
Du willst uns vor Angst behüten – das hört sich gut an.
Wir bitten Dich: Mach dieses Versprechen wahr.
Nicht die Angst soll uns regieren -
weder die Angst vor der Krankheit, noch die Angst vor der Schuld.
Sende Deinen Geist, dass wir besonnen handeln -
voll Vertrauen und von Deiner Liebe beschirmt
Amen
Du willst uns vor Angst behüten – das hört sich gut an.
Wir bitten Dich: Mach dieses Versprechen wahr.
Nicht die Angst soll uns regieren -
weder die Angst vor der Krankheit, noch die Angst vor der Schuld.
Sende Deinen Geist, dass wir besonnen handeln -
voll Vertrauen und von Deiner Liebe beschirmt
Amen
Lied: Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht - EG 645
1. Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet.
Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.
Kehrvers
Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet.
Er versteht, was sein Kind bewegt, Gott hört dein Gebet.
2. Wenn du kraftlos wirst und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet.
3. Wenn die Menschheit vor ihrem Ende steht, hört er dein Gebet.
Wenn die Sonne sinkt und die Welt vergeht, hört er dein Gebet.
Lesung des Predigttextes: Jesaja 38,9-20
Dies ist das Lied Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit gesund geworden war: Ich sprach: In der Mitte meines Lebens muss ich dahinfahren, zu des Totenreichs Pforten bin ich befohlen für den Rest meiner Jahre. Ich sprach: Nun werde ich nicht mehr sehen den HERRN, ja, den HERRN im Lande der Lebendigen, nicht mehr schauen die Menschen, mit denen, die auf der Welt sind. Meine Hütte ist abgebrochen und über mir weggenommen wie eines Hirten Zelt. Zu Ende gewebt hab ich mein Leben wie ein Weber; er schneidet mich ab vom Faden. Tag und Nacht gibst du mich preis; bis zum Morgen schreie ich um Hilfe; aber er zerbricht mir alle meine Knochen wie ein Löwe; Tag und Nacht gibst du mich preis. Ich zwitschere wie eine Schwalbe und gurre wie eine Taube. Meine Augen sehen verlangend nach oben: Herr, ich leide Not, tritt für mich ein! Was soll ich reden und was ihm sagen? Er hat's getan! Entflohen ist all mein Schlaf bei solcher Betrübnis meiner Seele. Herr, davon lebt man, und allein darin liegt meines Lebens Kraft: Das lässt mich genesen und am Leben bleiben. Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele herzlich angenommen, dass sie nicht verdürbe; denn du wirfst alle meine Sünden hinter dich zurück. Denn die Toten loben dich nicht, und der Tod rühmt dich nicht, und die in die Grube fahren, warten nicht auf deine Treue; sondern allein, die da leben, loben dich so wie ich heute. Der Vater macht den Kindern deine Treue kund. Der HERR hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen, solange wir leben, im Hause des HERRN!
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Nun muss es vielleicht doch einfach mal gesagt werden: Es ist ein Elend, wie wir mit Krankheit und Tod umgehen. Menschen die krank sind, dürfen nur eingeschränkt besucht werden, nicht ganz arg drängende Operationen werden aufgeschoben und damit Lebensmöglichkeiten von Menschen eingeschränkt, das Pflegepersonal arbeitet längst über dem Limit – auch schon vor Corona …
Nein, ich mag nicht ständig von Corona reden – wir reden viel zu viel darüber, aber ich fürchte, wir reden dauernd über die falschen Themen und machen dadurch das eigentliche Problem nur noch schlimmer.
Was das eigentliche Problem ist? - Ich glaube ja, unser eigentliches Problem ist, dass wir nicht ewig leben werden. Und noch immer knabbern wir daran, dass uns das jetzt mal wieder auf’s Brot geschmiert wurde: Krankheit und Tod, das kann jede/n immer und überall treffen – sogar den König von Juda, sogar den gesalbten Gottes, sogar Gottes Sohn, Jesus Christus. Krankheit und Tod sind nicht nur ein technisch zu beseitigendes Übel, auch wenn wir das heutzutage gerne so sehen – sie sind wohl oder übel Teil unseres Lebens.
Natürlich will keiner krank sein und kein gesunder Mensch sterben und es ist wunderbar, was die Medizin heute alles kann. Aber es ist doch so: Trotz aller unserer Bemühungen gibt es nach wie vor Krankheit, Leid und Tod in dieser Welt, in unserem Leben. Sie lassen sich nicht hinausdrängen. Ich glaube sogar, es ist besser, wir versuchen das erst gar nicht. Denn ich vermute, alle Versuche des Hinausdrängens bewirken eigentlich das Gegenteil. Denn im Grunde geht es ja um die durchaus berechtigte Sorge darum, dass es auch mich treffen könnte, oder – vielleicht noch schlimmer – jemanden in meiner Nähe.
Wenn ich das dauernd wegdränge, dann mache ich mir zwar keine Gedanken mehr darüber, aber das Gefühl der Sorge bleibt doch – nur, dass ich sie nicht mehr genau zuordnen kann. Und weil ich sie nicht genau zuordnen kann wächst sie sich aus zu nackter Angst. Letztlich klammere ich mich dann ans Leben, ohne zu verstehen, warum ich das eigentlich tue und ohne zu überlegen, ob das eigentlich noch angemessen ist.
Der König Hiskia dachte während seiner Krankheit: So muss es sein, wenn man tot ist - abgeschnitten von der Welt der Lebenden, einsam und verlassen von Gott und den Menschen.
In seinem Danklied bewegt Hiskia deshalb gar nicht so sehr, dass er wieder gesund geworden ist, sondern vielmehr, dass er wieder am Leben teilhaben kann. Irgendwie am Leben teilhaben – das brauchen also auch Menschen die krank sind. Für mich heißt das, sie brauchen andere Menschen, die für sie Zeit haben, die sie trösten und stärken. Menschen, die keine Angst davor haben, Krankheit und Tod zu begegnen. Menschen, die einfach da sind und darauf vertrauen:
Gott will, dass wir leben – hier auf dieser Erde und auch darüber hinaus.
Gott will, dass wir leben – hier auf dieser Erde und auch darüber hinaus.
Amen
Lied: Da wohnt ein Sehnen – WW 116
Kehrvers:
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.
1. Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Sorge, im Schmerz, sei da, sei uns nahe, Gott.
2. Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Ohnmacht, in Furcht, sei da, sei uns nahe, Gott.
3. Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir.
In Krankheit, im Tod, sei da, sei uns nahe, Gott.
In Krankheit, im Tod, sei da, sei uns nahe, Gott.
4. Dass du, Gott, das Sehnen, den Durst stillst, bitten wir.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Wir hoffen auf dich, sei da, sei uns nahe, Gott.
Fürbitten und Vaterunser:
Gott des Lebens,
wir denken vor dir an die Menschen, die uns nahe sind.
Bitte behüte und beschütze sie. Lass sie Deine Nähe spüren.
Viele Menschen leiden unter Krankheit. Lass uns nicht davor weglaufen. Hilf uns, mit auszuhalten und mitzutragen.
Immer wieder dringt der Tod in unser Leben.
Lass uns Dein Leben sehen, damit wir die Botschaft der Auferstehung und die Leichtigkeit des neuen Lebens weitertragen.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen.
- Stille -
- Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Herr, wir bitten: Komm und segne uns – EG 610
Kehrvers
Herr, wir bitten: Komm und segne uns; lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.
Strophen
1. In die Nacht der Welt hast du uns gestellt, deine Freude auszubreiten.
In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, lass und deine Boten sein.
In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, lass und deine Boten sein.
2. In den Streit der Welt hast du uns gestellt, deinen Frieden zu verkünden, der nur dort beginnt, wo man wie ein Kind deinem Wort Vertrauen schenkt.
3. In das Leid der Welt hast du uns gestellt, deine Liebe zu bezeugen.
Lass uns Gutes tun und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn.
Lass uns Gutes tun und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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