Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 146 – WW 969
Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele! /
Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, *
und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.
Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, *
und meinem Gott lobsingen, solange ich bin.
Verlasset euch nicht auf Fürsten; *
sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.
Denn des Menschen Geist muss davon, /
und er muss wieder zu Erde werden; *
dann sind verloren alle seine Pläne.
und er muss wieder zu Erde werden; *
dann sind verloren alle seine Pläne.
Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, *
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott,
der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott,
der Himmel und Erde gemacht hat, *
das Meer und alles, was darinnen ist;
das Meer und alles, was darinnen ist;
der Treue hält ewiglich, der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, *
der die Hungrigen speiset.
der die Hungrigen speiset.
Der HERR macht die Gefangenen frei. *
Der HERR macht die Blinden sehend.
Der HERR macht die Blinden sehend.
Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. *
Der HERR liebt die Gerechten.
Der HERR liebt die Gerechten.
Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen; *
aber die Gottlosen führt er in die Irre.
aber die Gottlosen führt er in die Irre.
Der HERR ist König ewiglich, *
dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!
dein Gott, Zion, für und für. Halleluja!
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Gott unserer Mütter und Väter, auf Dich ist Verlass.
Du hältst an uns fest – auch, wenn wir Dich vergessen.
Wir lassen uns blenden, verlieren den Glauben, setzen auf uns selbst;
wollen festhalten und merken nicht, wie sehr wir dabei verlieren.
Wir bitten dich: Vergib uns und sei weiter so unbeirrt.
Gib unserem Leben einen Sinn.
Amen
Du hältst an uns fest – auch, wenn wir Dich vergessen.
Wir lassen uns blenden, verlieren den Glauben, setzen auf uns selbst;
wollen festhalten und merken nicht, wie sehr wir dabei verlieren.
Wir bitten dich: Vergib uns und sei weiter so unbeirrt.
Gib unserem Leben einen Sinn.
Amen
Lied: Lobe den Herrn, meine Seele – WW 68
Kehrvers:
Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat, Seele, vergiss es nicht, Amen.
|: Lobe, lobe den Herrn, lobe den Herrn, meine Seele. :|
1. Der meine Sünden vergeben hat, der mich von Krankheit gesund gemacht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
Lobe den Herrn, meine Seele, und seinen heiligen Namen.
Was er dir Gutes getan hat, Seele, vergiss es nicht, Amen.
|: Lobe, lobe den Herrn, lobe den Herrn, meine Seele. :|
1. Der meine Sünden vergeben hat, der mich von Krankheit gesund gemacht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
2. Der mich im Leiden getröstet hat, der meinen Mund wieder fröhlich macht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
3. Der mich vom Tode errettet hat, der mich behütet bei Tag und Nacht,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
4. Der Erd und Himmel zusammenhält, unter sein göttliches Jawort stellt,
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
den will ich preisen mit Psalmen und Weisen, von Herzen ihm ewiglich singen:
Lesung des Predigttextes: 1 Thessalonicher 5, 14-24
Wir ermahnen euch aber: Weist die Nachlässigen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, tragt die Schwachen, seid geduldig mit jedermann. Seht zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte, sondern jagt allezeit dem Guten nach, füreinander und für jedermann. Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. Den Geist löscht nicht aus. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird's auch tun.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
„Wasch Dir den Hals und bleib brav!“, sagte meine Freundin Brigitte früher oft beim Abschied zu mir. Es war natürlich ein Scherz, aber doch schwang mit dieser Ermahnung immer auch eine ordentliche Portion Ernst mit. Denn klar war auch: Bei „brav“ dachte sie an das englische Wort „brave“, also tapfer.
„Wasch Dir den Hals und bleib brav!“
Ermahnungen zum Abschied - weder die nervenden der Mütter und Väter, noch die ellenlangen des Apostels Paulus am Ende seiner Briefe – sind eigentlich Verhaltensanweisungen.
Es sind eher so etwas wie Stupser, damit wir aufmerksam bleiben: Denk dran! Du bist jetzt auf Dich allein gestellt. Wenn wir zusammen sind, schaue auch ich nach Dir, jetzt liegt es ganz und gar in Deinen Händen. Pass auf, dass Du vor lauter das wirklich Wichtige nicht vergisst.
Für Paulus ist das wirklich Wichtige das Kommen unseres Herrn Jesus Christus. Darauf wartet er – bald soll es soweit sein.
Dieser Brief an die Gemeinde in Thessaloniki ist der älteste Text des Neuen Testaments, also auch der erste Brief von Paulus an eine Gemeinde, den wir kennen. Wahrscheinlich wurde er so etwa im Jahr 50 geschrieben, also ca. 20 Jahre nach dem Tod Jesu.
Damals waren die christlichen Gemeinden noch recht junge Gemeinschaften. Paulus - und viele andere mit ihm - erwarteten, dass Jesus bald wieder kommen würde und mit dieser Wiederkunft das Ende der Welt anbrechen würde. Natürlich lebte man weiterhin in dieser Welt und weil diese Welt eben so ist, wie sie ist, musste man auch irgendwie mit Nachlässigkeit, Kleinmut, Schwächen und ähnlichen Schwierigkeiten im alltäglichen Miteinander umgehen - und vor allem mit dem wirklich Bösen, das uns bis ins Innerste trifft und oft lähmt, unser Leben weiter zu leben.
Paulus sieht das alles. Aber im Blick auf Jesus und das bevorstehende Ende der Welt verliert es für ihn an Gewicht. Die alltäglichen Schwierigkeiten geht er deshalb einfach pragmatisch an: Prüft aber alles und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er sagt nicht: Ihr könnt machen, was Ihr wollt, ist ja eh egal – nein, klar ist: Das Böse ist nicht gut. Aber es ist auch nicht gut, sich mit dem Bösen anderer zu sehr aufzuhalten und sich dadurch zu viel Kraft nehmen zu lassen. Besser ist: Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen.
Haltet die Verbindung zu Gott – das ist Paulus wichtig.
Haltet die Verbindung zu Gott – das ist Paulus wichtig.
Wir heute erwarten nicht mehr, dass Jesus bald in diese Welt kommt und bald alles zu Ende ist. Aber auch wir haben Untergangsphantasien und das manchmal nicht zu knapp und meistens nehmen sie uns die Kraft. Vielleicht wäre es hilfreicher, wir würden nicht so sehr und mit aller Macht auf unsere Welt starren, sondern den Blick ein wenig weiten auf Gott hin, auch sein Wirken in unserer Welt, in unserem Leben erwarten: Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für das Kommen unseres Herrn Jesus Christus.
Irgendwann wird er kommen – eigentlich ist es ja egal, wann. Er heiligt uns auch so und hilft uns, das Böse nicht Macht über uns gewinnen zu lassen und dem Kleinmut und dem Schwachen nicht so viel Raum zu geben – bewahrt eben unseren Geist samt Seele und Leib. Wie gut!
Amen
Amen
Lied: Schenke mir, Gott, ein hörendes Herz – WW 190
1. Schenke mir, Gott, ein hörendes Herz, das seinen Ohren traut in dieser Welt.
Schenke mir, Gott, ein hörendes Herz, das seinen Ohren traut in dieser Welt.
Kehrvers:
Schenke mir, Gott, ein Herz, das lebt und schlägt, das für das Leben schlägt.
Schenke mir, Gott, ein Herz, das lebt und schlägt, das für das Leben schlägt.
2. Schenke mir, Gott, ein sehendes Herz, das mir die Augen öffnet für die Welt.
Schenke mir, Gott, ein sehendes Herz, das mir die Augen öffnet für die Welt.
3. Schenke mir, Gott, ein fühlendes Herz, das für den andern aufgeht jeden Tag.
Schenke mir, Gott, ein fühlendes Herz, das für den andern aufgeht jeden Tag.
Schenke mir, Gott, ein hörendes Herz, das seinen Ohren traut in dieser Welt.
Kehrvers:
Schenke mir, Gott, ein Herz, das lebt und schlägt, das für das Leben schlägt.
Schenke mir, Gott, ein Herz, das lebt und schlägt, das für das Leben schlägt.
2. Schenke mir, Gott, ein sehendes Herz, das mir die Augen öffnet für die Welt.
Schenke mir, Gott, ein sehendes Herz, das mir die Augen öffnet für die Welt.
3. Schenke mir, Gott, ein fühlendes Herz, das für den andern aufgeht jeden Tag.
Schenke mir, Gott, ein fühlendes Herz, das für den andern aufgeht jeden Tag.
Fürbitten und Vaterunser:
Hab Dank Gott, für das Leben, das Du uns schenkst
und für all die Möglichkeiten, die wir haben.
Schenke uns offene Augen, Ohren und Herzen
für unsere Welt und die Menschen, die uns begegnen.
Dass wir hören, was Andere bewegt,
sehen, was zu tun ist
und beherzt anpacken, wo es nötig ist.
Lass uns Dich in unserem Leben erwarten,
Deine befreiende Liebe,
Deine heilende Wirkung,
deine Verändernde Kraft und Fantasie -
damit wir etwas vom Leben erwarten und es in die Hand nehmen.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
und für all die Möglichkeiten, die wir haben.
Schenke uns offene Augen, Ohren und Herzen
für unsere Welt und die Menschen, die uns begegnen.
Dass wir hören, was Andere bewegt,
sehen, was zu tun ist
und beherzt anpacken, wo es nötig ist.
Lass uns Dich in unserem Leben erwarten,
Deine befreiende Liebe,
Deine heilende Wirkung,
deine Verändernde Kraft und Fantasie -
damit wir etwas vom Leben erwarten und es in die Hand nehmen.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Auf, Seele, Gott zu loben – WW 106, 1.2.7
1. Auf, Seele, Gott zu loben! Gar herrlich steht sein Haus. Er spannt den Himmel droben gleich einem Teppich aus. Er fährt auf Wolkenwagen, und Flammen sind sein Kleid. Windfittiche ihn tragen, zu Diensten ihm bereit.
2. Gott hat das Licht entzündet, er schuf des Himmels Heer. Das Erdreich ward gegründet, gesondert Berg und Meer. Die kühlen Brunnen quellen im jauchzend grünen Grund, die klaren Wasser schnellen aus Schlucht und Bergesrund.
7. Lass dir das Lied gefallen. Mein Herz in Freuden steht. Dein Loblied soll erschallen, solang mein Odem geht. Du tilgst des Sünders Fehle und bist mit Gnade nah. Lob Gott, o meine Seele, sing ihm Halleluja!
2. Gott hat das Licht entzündet, er schuf des Himmels Heer. Das Erdreich ward gegründet, gesondert Berg und Meer. Die kühlen Brunnen quellen im jauchzend grünen Grund, die klaren Wasser schnellen aus Schlucht und Bergesrund.
7. Lass dir das Lied gefallen. Mein Herz in Freuden steht. Dein Loblied soll erschallen, solang mein Odem geht. Du tilgst des Sünders Fehle und bist mit Gnade nah. Lob Gott, o meine Seele, sing ihm Halleluja!
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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