Votum:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Psalm: Psalm 122 – WW 961
Ich freute mich über die, die mir sagten: *
Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!
Lasset uns ziehen zum Hause des HERRN!
Nun stehen unsere Füße *
in deinen Toren, Jerusalem.
in deinen Toren, Jerusalem.
Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, *
in der man zusammenkommen soll,
in der man zusammenkommen soll,
wohin die Stämme hinaufziehen, *
die Stämme des HERRN,
die Stämme des HERRN,
wie es geboten ist dem Volke Israel, *
zu preisen den Namen des HERRN.
zu preisen den Namen des HERRN.
Denn dort stehen Throne zum Gericht, *
die Throne des Hauses David.
die Throne des Hauses David.
Wünschet Jerusalem Frieden! *
Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!
Es möge wohlgehen denen, die dich lieben!
Es möge Friede sein in deinen Mauern *
und Glück in deinen Palästen!
und Glück in deinen Palästen!
Um meiner Brüder und Freunde willen *
will ich dir Frieden wünschen.
will ich dir Frieden wünschen.
Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, *
will ich dein Bestes suchen.
will ich dein Bestes suchen.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Das Beste suchen wir – in unserem Leben, in dieser Welt.
Frieden wünschen wir uns – in unserer Nähe, in der Ferne.
Deine Nähe, Gott, wollen wir spüren – heute und jeden Tag.
Doch immer wieder finden wir keine guten Wege,
immer wieder siegen doch die eigenen Interessen
über dem Wohl der Gemeinschaft,
viel zu oft halten wir uns selbst für gottgleich. -
Verzeih und führe uns auf Deinen Weg.
Amen
Frieden wünschen wir uns – in unserer Nähe, in der Ferne.
Deine Nähe, Gott, wollen wir spüren – heute und jeden Tag.
Doch immer wieder finden wir keine guten Wege,
immer wieder siegen doch die eigenen Interessen
über dem Wohl der Gemeinschaft,
viel zu oft halten wir uns selbst für gottgleich. -
Verzeih und führe uns auf Deinen Weg.
Amen
Lied: Lobe den Herren – EG 316, 1-2.(3).5
1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören!
2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
5. Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht. Lob ihn in Ewigkeit. Amen.
Lob ihn mit allen, die seine Verheißung bekamen.
Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht. Lob ihn in Ewigkeit. Amen.
Lesung des Predigttextes: 2. Mose 19, 1-6
Im dritten Monat nach dem Auszug der Israeliten aus Ägyptenland, an diesem Tag kamen sie in die Wüste Sinai. Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wüste Sinai, und Israel lagerte sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge. Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und den Israeliten verkündigen: Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Es ist ein Scheidepunkt, an dem das Volk Israel hier mal wieder steht. Der ägyptische Pharao hat sie nach langem Hin- und Her ziehen lassen, sogar durch‘s Schilfmeer sind sie den Ägyptern entkommen. Die Israeliten sind frei, aber was jetzt?
Wer an einem solchen Scheidepunkt steht, hat es wahrlich nicht leicht. Wir haben die Corona-Wellen eins, zwei und drei hinter uns gebracht und endlich ist ausreichend ersehnter Impfstoff da, aber was jetzt? - Soll Impfen zur Pflicht werden? Müssen die Tests etwas kosten, Kinder geimpft werden?
Scheidepunkte sind Punkte, an denen sich Unsicherheit breit macht. Es gibt natürlicherweise unterschiedliche Meinungen und Interessen. Manchmal prallen diese dann auch regelrecht aufeinander.
Wie entscheiden wir? Wie gehen wir mit unserer Freiheit um?
Das Volk Israel hält an seinem Scheidepunkt erst einmal inne und vergewissert sich: Was ist denn unsere Grundlage? Was sind unsere Ressourcen?
Ist die Grundlage wirklich nur die Wüste, in der wir sitzen? - Nur Ödnis und zerrinnender Sand weit und breit? Findet sich vielleicht mehr Leben auf dem Berg? - Stabile Felsen, Wasserquellen und Früchte?
Mose geht auf den Berg – er steigt hinauf zu Gott – dem Himmel ein Stück näher. Ja, Gott ist immer dabei, aber um mehr zu erfahren, muss man sich wohl auch selbst aufmachen, ein Stück selbst gehen.
Und Gott erinnert. Er erinnert an die Befreiung aus Ägypten, an den Schutz, den er den Israeliten auf diesem Weg gewährt hat und an die Kraft, die er ihnen gegeben hat, um ihren Weg zu gehen. Er erinnert sie an ihre Verbindung zum Himmel - Wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln. Gott hält fest: In der Verbindung zu ihm liegen viele Ressourcen, viele Kraftquellen, viele Möglichkeiten. Und er bietet ihnen an, dass diese Verbindung auch eine Grundlage für die Entscheidungen sein kann, die sie in der gewonnenen Freiheit treffen müssen. Das Volk Israel lässt sich auf diesen Bund mit Gott ein und Gott gibt ihnen 10 Gebote als Richtschnur für ihr Handeln untereinander und gegenüber Gott: Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, nicht neidisch sein, Vater und Mutter ehren, …, keine anderen Götter haben und dir kein Bild von Gott machen.
Über allem aber steht immer die Erinnerung: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten, aus der Sklaverei geführt hat ...
Über allem aber steht immer die Erinnerung: Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten, aus der Sklaverei geführt hat ...
Gott hat sich mit diesem Volk verbunden – soviel steht fest. Und er wirbt nun darum, dass auch sie die Verbindung zu ihm halten – um ihretwillen. Nicht, weil sie Gottes Regeln befolgen sollen, einfach, weil er es so will. Sondern, weil diese „Regeln“ eine gute Grundlage für das Leben miteinander hier auf dieser Erde, für die Entscheidungen in Freiheit, sein können.
Es ist ein Leben zwischen Himmel und Erde, getragen von Gottes Adlerflügeln, geerdet im Hier- und Jetzt im ganz konkreten Miteinander. Als diejenigen, die zwischen Himmel und Erde leben, sollen sie von ihm in aller Welt erzählen als sein Königreich von Priestern und andere Völker für diesen Gott gewinnen.
Wir sind nicht das Volk Israel, aber der Jude Jesus hat uns für diesen Gott gewonnen. Durch ihn sind auch wir verbunden mit diesem Gott. Anders, aber auch wir leben zwischen Himmel und Erde, dürfen uns von Gottes Adlerflügeln getragen und geschützt fühlen, dürfen in Freiheit leben und entscheiden. Auch wir halten heute hier inne. Auch uns gibt Gott seine Richtschnur an die Hand und trägt uns auf: Geht nun hin zu allen Völkern und ladet die Menschen ein, meine Jünger und Jüngerinnen zu werden. (Mt28,5)
Amen
Amen
Lied: Du bist der Atem der Ewigkeit – WW 23, 1.(4.)5.7.8
1. Du bist der Atem der Ewigkeit, du bist der Weg in die neue Zeit.
Du bist das Leben, du bist das Leben, du bist das Leben, Gott.
Du bist das Leben, du bist das Leben, du bist das Leben, Gott.
5. Du bist das Ohr, das die Zukunft hört, du bist der Schrei, der die Ruhe stört.
Du bist das Leben, ...
Du bist das Leben, ...
7. Du bist die Hand, die uns schützend nimmt, du bist das Korn, das dem Tod entspringt.
Du bist das Leben, ...
Du bist das Leben, ...
8. Du bist das Wort, das uns Antwort gibt, du bist ein Gott, der uns Menschen liebt.
Du bist das Leben, ...
Du bist das Leben, ...
Fürbitten und Vaterunser:
Wir suchen das Leben, Gott. Hilf uns, bei Dir zu suchen,
auf Deine Adlerflügel zu vertrauen, die Verbindung zu Dir zu suchen, uns auf Deine Richtschnur einzulassen.
Danke, dass Du Dich mit uns verbunden hast.
auf Deine Adlerflügel zu vertrauen, die Verbindung zu Dir zu suchen, uns auf Deine Richtschnur einzulassen.
Danke, dass Du Dich mit uns verbunden hast.
Wir denken an Juden hier in unserem Land und in der ganzen Welt.
Danke, dass Du zu ihnen hältst und sie zu dir.
Hilf uns, auch für sie einzutreten.
Wir bitten dich für das Zusammenleben verschiedener Religionen.
Lass uns respektvoll miteinander umgehen und immer wieder das Gespräch suchen.
Für alle, die Leid tragen müssen auf dieser Welt, bitten wir dich:
Sei bei ihnen mit Deinen Adlerflügeln.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
Danke, dass Du zu ihnen hältst und sie zu dir.
Hilf uns, auch für sie einzutreten.
Wir bitten dich für das Zusammenleben verschiedener Religionen.
Lass uns respektvoll miteinander umgehen und immer wieder das Gespräch suchen.
Für alle, die Leid tragen müssen auf dieser Welt, bitten wir dich:
Sei bei ihnen mit Deinen Adlerflügeln.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Vorbei sind die Tränen – WW 207, 1-3
1. Vorbei sind die Tränen, das Weinen, der Schmerz,
vorbei sind das Elend, der Hass und der Streit,
das Neue wird sein, gibt uns neue Kraft,
es ist da im Hier und im Jetzt.
vorbei sind das Elend, der Hass und der Streit,
das Neue wird sein, gibt uns neue Kraft,
es ist da im Hier und im Jetzt.
Kehrvers:
Himmel und Erde werden neu, nichts bleibt wie es ist.
Himmel und Erde, Himmel und Erde bekommen ein neues Gesicht.
Himmel und Erde werden neu, nichts bleibt wie es ist.
Himmel und Erde, Himmel und Erde bekommen ein neues Gesicht.
2. Vorbei ist die Herrschsucht, die fressende Macht,
die drohenden Fäuste sind nicht mehr geballt,
das Neue ist da, gibt uns neue Kraft,
es ist da im Hier und im Jetzt.
die drohenden Fäuste sind nicht mehr geballt,
das Neue ist da, gibt uns neue Kraft,
es ist da im Hier und im Jetzt.
3. Gott wohnt bei den Menschen, die Zeit ist erfüllt,
Gott wischt ab die Tränen, er tröstet, er lacht,
Gott macht alles neu, gibt uns neue Kraft,
ist bei uns im Hier und im Jetzt.
Gott wischt ab die Tränen, er tröstet, er lacht,
Gott macht alles neu, gibt uns neue Kraft,
ist bei uns im Hier und im Jetzt.
Segen:
Herr, segne uns und behüte uns,
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
Herr, lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
Herr, hebe dein Angesicht auf uns und schenke uns Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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