Votum:
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen
Psalm: Psalm 24 - WW 907
Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, *
der Erdkreis und die darauf wohnen.
der Erdkreis und die darauf wohnen.
Denn er hat ihn über den Meeren gegründet *
und über den Wassern bereitet.
und über den Wassern bereitet.
Wer darf auf des HERRN Berg gehen, *
und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte?
Wer unschuldige Hände hat *
und reinen Herzens ist,
und reinen Herzens ist,
wer nicht bedacht ist auf Lüge *
und nicht schwört zum Trug:
und nicht schwört zum Trug:
der wird den Segen vom HERRN empfangen *
und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.
und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles.
Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, *
das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.
das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, *
dass der König der Ehre einziehe!
dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre? /
Es ist der HERR, stark und mächtig, *
der HERR, mächtig im Streit.
Es ist der HERR, stark und mächtig, *
der HERR, mächtig im Streit.
Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, *
dass der König der Ehre einziehe!
dass der König der Ehre einziehe!
Wer ist der König der Ehre? *
Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre.
Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre.
Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
und von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen
Gebet:
Brich auf, Gott.Brich auf und komm in unsere Welt.
In ihren Glanz und ihre dunklen Ecken.
In das Dunkle unseres Lebens leuchte.
Das, was uns blendet, setze ins rechte Licht.
Auf dass unsere Herzen weit werden für Dich
Amen
Lied: Macht hoch die Tür – EG 1, 1-3.5
1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.
2. Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat.
3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat. Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein. Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.
5. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein. Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.
Lesung des Predigttextes: Sacharja 9, 9f
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.
Gedanken zur Bibellesung von Pfarrerin Severine Plöse:
Die Welt steht Kopf.
Das Gefühl haben vielleicht gerade manche im Blick auf das, was um uns herum geschieht.
Ein nach den Gesetzen seines Landes abgewählter Präsident gesteht seine Niederlage nur indirekt ein. Länder der Europäischen Union bekennen offen, dass sie sich nicht an rechtsstaatliche Prinzipien gebunden fühlen und blockieren deshalb dringend benötigte Gelder. In Diskussionen um Schule geht es nicht mehr um ganzheitliches Lernen zu dem auch soziales Lernen gehört, sondern im Wesentlichen um Wissensvermittlung und Leistung.
Die Welt steht Kopf und es fällt uns schwer, Ideen zu entwickeln, wie wir da gut durch und weiter kommen könnten.
Auch für den Propheten Sacharja stand die Welt irgendwie Kopf.
Seine Landsleute waren aus dem Exil in Babylon längst zurückgekehrt, der neue Tempel stand wohl schon, aber ruhig war das Leben immer noch nicht. Kyros, der babylonische Herrscher, der dafür gesorgt hatten, dass sie zurück in ihre Heimat können, hatte zumindest einigermaßen für Ruhe in der Region gesorgt. Auch Alexander der Große, der nach ihm das Sagen in der Region hatte. Aber nun stritt man um dessen Nachfolge. Krieg überzog die ganze Region und so auch das kleine Land Israel.
In diese Situation hinein ruft der Prophet das Friedensreich aus.
Er spricht von einem gerechten König, der kommt und Frieden bringt. Danach sehnt er sich. Danach sehnen sich die Menschen um ihn herum. Das spürt und sieht Sacharja.
Er sieht und spürt aber auch: Dieser König muss anders sein: Es kann keiner sein, der hoch auf dem Ross sitzt, über allen erhaben ist und mit dem Schwert für Ordnung sorgt. Mit solchen Königen hatten sie Erfahrung und gelernt: sie bringen letztlich keinen Frieden.
Sacharja stellt deshalb seine Erfahrungen mit Königen auf den Kopf. Er findet, ein König, der Frieden bringt, kann nur einer sein, der das Leben der ganz normalen Menschen kennt. Einer, der auf einem Esel reitet, der weiß, was es heißt, auf Hilfe anderer angewiesen zu sein. Vielleicht sogar ein Kind - Kinder reiten auf Eselsfüllen. Zumindest aber muss es einer sein, der seine Kindheit nicht vergessen hat. Einer, der sich daran erinnern kann, was es bedeutet klein zu sein. Eine, die noch unbedarft und voller Vertrauen auf diese Welt und die Menschen um sie herum blicken kann. Einer, der nicht im Reichtum schwimmt, sondern weiß, was es heißt, mit wenig auszukommen. Eine, die improvisieren kann, Phantasie hat und nicht bequem ist.
Sacharja ruft laut in seine Welt hinein: So einer – so einer ist ein wirklicher Friedenskönig!
Bis heute ertönt dieser Ruf immer wieder. Ganz besonders im Advent und an Weihnachten. Bedeutet das: Auch dieser Weg führt nicht zum Ziel?
Ich glaube, das Ziel Sacharjas ist ein anderes. Er weiß: Friede, den kann man nicht in die Hand nehmen, den kann niemand „machen“.
Sein Ruf aber ist eine Erinnerung und ein Auftrag. Für mich heißt er: Gebt der Sehnsucht nach Frieden in Euch Raum! Lasst Euch nicht einlullen von den Kriegstreibern dieser Welt. Lasst Euch nicht von ihrem Glanz blenden. Sie stellen nur die Welt auf den Kopf.
Für Frieden müsst ihr empfänglich sein – so, wie Maria für das Kind. So, wie die Hirten für die frohe Botschaft. Amen
Lied: Wie soll ich dich empfangen – EG 11, 1.4-6
1. Wie soll ich dich empfangen und wie begegn ich dir, o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier? O Jesu, Jesu, setze mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei.
4. Ich lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß und hebst mich hoch zu Ehren und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum tut.
5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerlast, die kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.
6. Das schreib dir in dein Herze, du hochbetrübtes Heer, bei denen Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Tür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier.
Fürbitten und Vaterunser:
Mit all unserer Sehnsucht nach Frieden kommen wir zu Dir, Gott.
Mit dem, was uns verzweifeln lässt an dieser Welt.
Mit unserem Unvermögen und unserer Angst.
Mit all unseren enttäuschten Erwartungen.
Täusche uns nicht, Gott.
Lass uns hinter die Fassade von Macht und Geld blicken.
Lass uns die Motive von Kriegstreiberei erkennen.
Hilf uns zu sehen, wo wir für dumm verkauft werden.
All die Menschen, die unter den Mächtigen dieser Welt leiden,
legen wir Dir ans Herz. Schenke ihnen Kraft.
Mit dem, was uns verzweifeln lässt an dieser Welt.
Mit unserem Unvermögen und unserer Angst.
Mit all unseren enttäuschten Erwartungen.
Täusche uns nicht, Gott.
Lass uns hinter die Fassade von Macht und Geld blicken.
Lass uns die Motive von Kriegstreiberei erkennen.
Hilf uns zu sehen, wo wir für dumm verkauft werden.
All die Menschen, die unter den Mächtigen dieser Welt leiden,
legen wir Dir ans Herz. Schenke ihnen Kraft.
Erhöre Gott, was wir in der Stille vor Dich bringen. - Stille -
In der Verbundenheit mit allen Christen beten wir: Vater unser, …
Lied: Tochter Zion – EG 13, 1-3
1. Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja er kommt, der Friedefürst.
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
2. Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
Gründe nun dein ewig Reich, Hosianna in der Höh!
Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
3. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron, du, des ewgen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Ewig steht dein Friedensthron, du, des ewgen Vaters Kind.
Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!
Segen: Der Herr, segne dich und behüte dich,
Der Herr, lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig,
Der Herr, hebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen
Der Herr, hebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden. Amen
EG: Evangelisches Gesangbuch; WW: Wo wir dich loben, wachsen neue Lieder
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